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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 322

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 322 (sequence 322)
Language
German, English, Hebrew
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322 sind diese Leute? Da ist ein berühmter Finanzmann. Woher soll er aber die Zeit nehmen? Ich vermuthe, dass er bloss das goldene Schiffshaupt der Gesellschaft ist. Dann ist einer, den ich besonders gut kenne; er ist ein vermögender Mann, ein edler Charakter und ein Gelehrter, der nie in seinem Leben einen Pfennig verdient hat, der aber vornehm sehr viele Pfennige an der Herausgabe einer Monatsschrift verloren hat, dieser Oxforder Träumer. (Heiterkeit.) Was thut dieser Gelehrte in der Millionen-Verwaltung? — Dann ist da ein Franzose, gleehfalls ein Gelehrter, der an einem Museum angestellt ist, und von dem man schwerlich erwarten kann, dass er mit lebenden Individuen umzugehen weiss. (Schallende Heiterkeit.) Dann ein anderer, von dem ich weiss, dass er einer der Präsidenten der Alliance israelite ist. Ich würde mir erlauben., ihm höflichst den Vorschlag zu machen, er wolle doch die jüdischen Zeitungen von vor 40 Jahren lesen. Da wird er einen entsetzlichen Angstschrei wegen eines neuen unheilvollen Unternehmens finden, welches die von den Juden in Europa erworbene Stellung schwer bedroht und. die Saat einer Judenhetze aussäet. Er wird entsetzte Correspondenten und ängstliche Familienväter hören, die die neue Organisation beschuldigen, sie sei politischen Charakters, sie sei gefährlich und unjüdisch. Und diese so gefährliche, so unjüdische neue Organisation war — die Alliance israelite, die gegenwärtig als qiner der jüdischen Pfeiler anerkannt ist. Ich bitte den Präsidenten der Alliance israelite, mit den Testamentsvollstreckern einmal auch in unserem Falle um 4.0 Jahre vorauszueilen, von den Lectionen der Geschichte zu lernen und sofort dazu zu gelangen, den Zionismus zu verstehen, unsere Bewegung zu würdigen. Wir bitten den einen, auf den ich. anspielte, mit uns zu sein, ehe er ein hundertjähriger Jubelgreis wird — und ich hoffe, dass sowohl er wie auch Sir Francis Montefiore miteinander und mit ihrem berühmten Verwandten Sir Moses, wetteifern werden, dass sie hundertjährige zionistische Jubelgreise werden. (Heiterkeit und Beifall.) Wenn aber die Testamentsvollstrecker nicht zu uns kommen, sehe ich keinen Zweck, dem ihre Millionen dienen sollen, nichts als eine Reihe schwacher Versuche. Baron Hirsch war kein verlorener Jude, aber ich fürchte sehr, seine Millionen werden verloren sein. (Heiterkeit.) Sie wissen, wie schön man schon begonnen hat. Aus Mangel an Vorsicht mussten ungefähr 25 Millionen Francs der englischen Eegierung als Erbsteuer bezahlt werden. Legen Sie dazu die Millionen, die den Rechtsanwälten für das Durchführen dieses Rechtshandels bezahlt wurden, und Sie haben gerade Geld genug, um dem Zionismus als erster Fonds zu dienen. Es ist möglich, dass wir schlechte Geschäftsleute sind. Aber wir. können wenigstens sagen, dass trotz aller unserer Auslagen in diesem Augenblicke in der Bank für jedes Pfund, das unsere Actionäre eingezahlt haben, volle 20 Shilling liegen. (Lebhafter Beifall.) Es ist noch etwas, was wir sagen können: Wir werden niemals eine Erbsteuer zu bezahlen haben, denn unser Geld gehört keinem

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