Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 318 (sequence 318)
- Language
- German, English, Hebrew
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318 schieben, und zwar nach Erledigung aller schon eingebrachten Anträge*. Die Herren haben früher mit grosser Mehrheit zugestimmt, dass morgen eine Sitzung stattfinde. Der Grund war, glaube ich, der, dass die Herren eingesehen haben, dass die schon eingebrachten Anträge^ die seitens der Commissionen vorliegen, erledigt werden müssen. Der Vorsitzende hat für den Antrag Stellung genommen, wofür ich ihm zu Dank verpflichtet bin. Ich hoffe daher, dass das, was ich sagen werde,, nicht so aufgefasst wird, als ob es Misstrauen involvieren würde. Meine Ansicht geht dahin, dass ein wichtiger Punkt der Tagesordnung morgen abends nach Erledigung aller Anträge vorgenommen werde, aus dem Grunde, damit wir die Garantie haben, dass über die Anträge in einer Vollsitzung abgestimmt werde. Ich möchte bemerken,, dass morgen eine Sitzung der Colonialbank stattfinden wird, und wenn die Herren meinem Vorschlage zustimmen, wird der Vorsitzende der Bank morgen ein gutes Mittel haben, uns zur Erledigung der Bankangelegenheit zu drängen. Er wird einfach sagen, wir haben heute noch eine Sitzung, wir müssen heute die Bank erledigen. Morgen wird er sagen können, wir haben noch eine Congress-Sitzung, es muss die Generalversammlung erledigt werden. Durch meinen Antrag muss mindestens eine Abstimmung über die Anträge stattfinden, sonst droht die Gefahr, dass die morgige Sitzung viel zu spät stattfindet und vielleicht nur eine decorative Sitzung, ein Feuerwerk sein wird. Mein Antrag geht also dahin, die Wahl der Commissionen' und desA.-C. morgen, und zwar nach Erledigung aller schon eingebrachten Anträge vorzunehmen; ich meine jene Anträge, über die die Commissionen schon berathen haben. Anträge, die jetzt eingebracht werden, kommen nicht in Betracht. Präsident Dr. Herzl: Heute stehen nicht die Wahlen auf der Tagesordnung. Wenn jetzt dieser Antrag angenommen wird, bindet sich der Congress eventuell auf unbestimmte Zeit. Ich glaube aber nicht, dass dies dem Zwecke der Verhandlung entspricht. Wir werden uns bemühen, alle Anträge zu erledigen, und jeder kann dazu beitragen, wenn er keine überflüssigen Zwischenfälle zur Geschäftsordnung hervorruft. Es kann Ihnen genügen^ dass wir heute in die Wahlen nicht eintreten. Del. Lilien: Damit bin ich vollständig zufrieden. Präsident Dr. Eerzl: Herr Lilien hat auch schon früher die Beschwerde vorgebracht, dass über eingebrachte Anträge nicht entsprechend abgestimmt werde. Nun zeige ich Ihnen an, dass ein Antrag angemeldet ist, dessen Begründung wir aufmerksam anhören wollen, umso aufmerksamer, als derjenige, der ihn stellt, ein Mann ist, der unserer Tribüne gewiss zur höchsten Ehre gereicht: Es ist dies Israel Zangwill. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.)" Er ist kein solcher Neuling in unserer Bewegung, wie manche gegnerische Blätter behaupten. Ich kann Ihnen sagen, dass unser Freund, der jetzige De-