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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 317

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 317 (sequence 317)
Language
German, English, Hebrew
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317 1. Sie muss mindestens ein Fünftel der Schekelzahler des Landes, welche aber nicht weniger als 1000 betragen dürfen, betragen. 2. Unabhängig von der Fünftel-Bestimmung kann sich jede Gruppe von 5000 als Federation eonstituieren, wo sich dies als nöthig herausgestellt hat. Vice-Präsident Dr. Jordan : Es liegt noch ein dritter Zusatzantrag vor von Dr. Moseowitz, welcher beantragt, die Anzahl der Vereine, die sich als besondere Federation constituieren können, auf 25 zu reduzieren. Del. Dr. Scliaffer: Ich glaubte eigentlich, nach den Ausführungen des Herrn Dr. Herzl, dem der Zionismus sicherlich warm am Herzen liegt und der reich an Erfahrung ist, auf das Wort verzichten zu können. Da kam aber Herr Dr. Bodenheimer mit einem Zusatzantrag, dessen Sinn dahingeht, dass er den Paragraphen umstürzt. Er will die Beschränkung hervorrufen, dass in einer Stadt nicht zwei Centralen existieren dürfen. Ich habe Ihnen gestern bereits die Verhältnisse der grossen Stadt Xew-York geschildert und gezeigt, dass es gerade in jener Stadt, wo die grösste Zahl unserer Glaubensgenossen wohnt, wünschenswert wäre, dass zwei, drei, meinetwegen vier Centralen entstehen, damit sie sich immer mehr und mehr entfalten und immer mehr und mehr Schekelzahler an s'icli ziehen. Sie müssen einer jungen Prianze Raum geben, wenn Sie wünschen, dass sie sich entfalte. Wenn wir die Einzelnen hemmen, indem wir von ihnen verlangen, dass sie unbedingt zu einer Federation gehören, so stören wir nur die Bewegung und hindern ihr Wachsthum. Haben Sie keine Angst, dass mit der Zeit vielleicht zwei Congresse entstehen, wie da gedroht wurde; lassen Sie den Einzelnen die Freiheit, damit sie sich entschliessen, welche Federation sie wollen, und wenn sie genügend Vereine haben, auch neue Centralen bilden. Dringend empfehlen würde icli den neu eingebrachten Antrag, statt 50 die Zahl von 25 Vereinen zu setzen. Eine Vereinigung von 25 Vereinen mit 2500 Schekelzahlern soll schon berechtigt sein, eine Centrale zu bilden, denn sie zeigt, dass sie lebensfähig ist und sich weiter entfalten kann. Warum sollen wir den anderen die Hände binden? Geben wir ihnen volle Freiheit, dann wird der Zionismus gedeihen und wir werden leichter und schneller ans Ziel gelangen. Vice-Präsident Dr. 'Nordmi: Ich werde jetzt den mir geäusserten Wünschen gemäss und weil uns dieser Saal nicht mehr zur Verfügung steht, eine Pause eintreten lassen. Die nächste Sitzung findet im grossen Saale statt. (Unterbrechung der Sitzung um ö Uhr abends.) 29. becember 1901. 7. (Äbend-]Sitzung. Beginn der Sitzung: 8 Uhr. Präs. Dr. Herzl: Ich ertheile Herrn Lilien das Wort zur Begründung seines Geschäftsordnungs-Antrages. Del. Lilien: Meine Herren! Ich habe einen Antrag eingebracht, die Wahl der Commissionen und des A.-C. auf morgen abends zu ver-

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