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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 307

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 307 (sequence 307)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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307 brochen, eingeschoben, zurückgezogen wurde etc., so möchte ich darauf aufmerksam machen, dass jeder Gegenstand vom Congresse beschlossen wurde. In jedem Talle wurde, wenn ein Antrag gestellt war3 dieser ordnungsgemäss dem Congresse vorgelegt, und nur wenn der Congress den Antrag mit Stimmenmehrheit annahm, erklärte das Präsidium, dass der eine Gegenstand für einen Augenblick unterbrochen und ein anderer in der von der Mehrheit gewünschten Ordnung auf die Tagesordnung gesetzt werde. Nun wollen wir weitergehen. Del. Dr. Wilenski (zur Gesehäfts-Ordnung) : Eben, weil wir weit hergekommen sind, dürfen wir nicht mit einem nichtigen Resultate nachhause kommen. Nicht wir sind schuld, dass wir anstatt vier Tagen nur drei hatten, dass darunter ein Samstag war, an dem wir arbeiten konnten. Wir haben heuer nur drei Congresstage gehabt, d. i. weniger als im vorigen und vor zwei Jahren. Wir müssen unbedingt unsere Geschäfte ganz anders führen, als es bis jetzt geschehen ist. Viee-Präsident Dr. ffordau: Das ist nicht zur Gesehäfts-Ordnung. Del. Dr. Wilenski: Ich beantrage, den Antrag Lilien anzunehmen. Del. Dr. Sussmann z Die ganze Sachlage ist darauf zurückzuführen, dass wir seinerzeit die Debatte über die Coloniaibank aufgehoben haben- und jetzt kein Platz dafür da ist, und zwar aus dem einfachen Grunde, weil man in der Debatte mit verschiedenen Anträgen gekommen ist, die in die Generalversammlung der Bank gehören. Wenn wir principiell die Sache auffassen, wenn wir über die Principien der Bank sprechen wollen, haben wir Zeit genug. Ich beantrage also, dass wir jetzt die unterbrochen» Debatte über die Coloniaibank aufnehmen (Widerspruch), wobei das Präsidium darauf zu achten hat, dass nur principielle Prägen behandelt werden. Viee-Präsident Dr. Nord,au: Die Frage der Coloniaibank war Gegenstand eines Beschlusses. Dagegen scheint es mir richtig, den Antrag Lilien, dass der Congress die Sitzungsdauer verlängere, zur Abstimmung zu bringen. Del. Director Wolffsohn: Ich habe die Beobachtimg gemacht, dass wir eigentlich drei Viertel der Zeit mit Geschäftsordnungs-Debatten verbringen. Leider bin auch ich dazu gezwungen. Ich habe mich vorhin zum Worte gemeldet, und zwar zur Sache. Da ist aber eine Geschäftsordnungs-Debatte dazwischen gekommen. Wie man nun dem Präsidium einen Vorwurf machen kann, begreife ich nicht. (Kufe: Zur Sache!) Der Congress kann sich vertagen auf morgen oder übermorgen. Die Bank muss die General-Versammlung morgen um 10 Uhr abhalten! Ich werde morgen als Vorsitzender des Direetoriums Punkt 10 Uhr die General-Versammlung eröffnen. Ich kann sie nicht auf 15 Minuten aufschieben. Wenn Sie die Statuten lesen, werden Sie dies sehen. Ich mache Sie darauf aufmerksam, wenn Sie den Congress vertagen, so sagen Sie lieber auf übermorgen. (Widerspruch.) Denn wenn Sie ihn auf morgen nach der General-Versammlung vertagen, so heisst dies klar und deutlieh übermorgen; denn dieselben Herren* die heute hier zur Geschäfts- Ordnung sprechen, werden dies auch morgen in der General-Versammlung thun. 20*

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