Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 290 (sequence 290)
- Language
- German, English, Hebrew
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290 Die Reichen haben ihr Geld in der eisernen Cassa,, die Armen haben die paar Groschen in der Hand und geben es leichter. (Beifall und Händeklatschen.) Die Armen werden es geben, das ganze jüdische Volk ist arm und wird das. Geld herbeischaffen. Nehmen Sie den Antrag an, wir bringen damit unseren Wählern etwas: den jüdischen Nationalofnds. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen. ) Del. Beut wich (zur Geschäftsordnung) (spricht englisch). Präsident Dr. Herzl: Ich unterbreche Sie. weil Sie nicht zur Geschäftsordnung sprechen. Es ist aber schon klar, was Sie sagen wollen, und ich werde es wiederholen, damit die Herren sehena dass Sie nicht zur Geschäftsordnung sprechen. Herr Bentwich sagt, dass er mit dem Antrag Bodenheiiner, d. i. Ueberweisung an eine Conmiission. darum einverstanden seia wTeil er für den Nationalfonds ist, weil er will., dass derselbe zustande komme und er der Ansicht isty dass, wie wir ihn vorschlagen, er nicht zustande kommen werde. Wir haben aber schon einen Nationalfonds, die Colonialbank. Sie sehen, das ist alles nicht zur Geschäftsordnung. Ich möchte bemerken, dass wir mit der Langwierigkeit und Unzulänglichkeit juristischer Ausarbeitungen gerade bei der Jüdischen Colonialbank traurige Erfahrungen gemacht haben. Dieses Statut wurde von ausgezeichneten Juristen ausgearbeitet, und dennoch hat sich die Notwendigkeit herausgestellt,, gewisse Aenderungen und Verbesserungen durchzuführen. Es ist also ein Präeedens vorhanden, und ich glaube, was dort gelungen ist, wird auch hier gelingen. Del. Carp: Verehrte Congressmitglieder! Ich bedaure sehr, nicht alles zu wissen, was hier vorgegangen ist; denn viele Beden wurden in russischer Sprache gehalten, die ich nicht verstehe. Ich werde jedoch einige Bemerkungen machen. Zuerst muss ich bedauern^ dass heuer noch nichts gemacht wurde ausser der Abstimmung über das Absolutorium des A.-C. Wir haben eine Debatteüber die Bank angefangen; dieselbe wurde verschoben. Wir haben die Organisation begonnen und dieselbe weider verschoben. Jetzt ist der Nationalfonds an der Beihe, und es wurden Anträge gestellt, einerseits auf en bloe-Annahmedes Entwurfes, andererseits auf Verschiebung desselben. Wir haben eine schnelle Evolution gemacht: Wir waren politische Zionisten, jetzt sind wir auf einmal zionistische Politiker. Politik dürfen wir jedoch nicht treiben. Wir dürfen uns diesen Luxus nicht erlauben. Erst wenn wir wohnen, wo die Luft so mild ista wo die Ceder blüht, können wir uns dies gestatten. Wir müssen real arbeiten. Ich kam von einer ganz anderen Welt, die Ihnen absolut unbekannt ist;. ich komme von einem Pieck* der dem Touristen..... (Kufe: Zur Sache!) Ich bin absolut gegen die en bloc-Annahme, aber ich fordere den Congress auf, den Nationalfonds jetzt zustande zu bringen, und wenn wir auch die ganze- Nacht arbeiten müssen. Als Zweck des Nationalfonds wird angegeben: Er soll unantastbar sein. Das darf nicht sein. Der Jüdische Nationalfonds darf angetastet, ja er