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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 289

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 289 (sequence 289)
Language
German, English, Hebrew
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289 ist der Plan ein praktischer. Die Frauen z. B., die nicht rauchen, essen doch vielleicht Bonbons oder dgl. (Heiterkeit.) Jedenfalls aber soll in der ganzen Welt für die Zionisten ein und derselbe Tagfür diesen Zweck festgesetzt werden, und Sie werden sehen, dass alljährlich dem Nationalfonds ungeheure Kummen zufliessen werden^ welche Sie selbst überraschen werden. (Beifall.) Del. Bojulcanski: Meine Herren! Die im Zionismus gut bewandert sind, wissen, dass der Nationalfonds auf dem ersten Congress von dem verstorbenen Professor Schapira vorgeschlagen wurde. Seitdem wird immer davon gesprochen, aber leider hat niemand einen Plan vorgeschlagen. Jetzt zeigt sich, dass ein Entwurf nothwendig ist. Wenn aber etwas Praktisches vorgeschlagen ■wird, heisst es wiederum, es ist nicht vollständig, wir müssen noch etwas verbessern. Jetzt soll man wieder zwei Jahre warten. In zwei Jahren wird es wieder Leute geben, welche sagen werden, es ist noch nicht vollständig. Wir müssen wieder eine Commission wählen. Was haben alle Commissionen bis heute gemacht? Wenn wir eine Commission für den Nationalfonds wählen, wird sie dasselbe Schicksal haben, wie die anderen Commissionen. Es sind Gelder da, welche schon zwei Jahre ohne Verwendung sind. Ich beantrage daher, den Nationalfonds in der Form, in der er vom A.-C. vorgelegt wird, anzunehmen. Es ist ganz gewiss, dass eine vollständige Sache nicht momentan gemacht werden kann. Wir reden schon fünf Jahre von der Organisation. Auch diese ist nicht vollständig: so ist es auch mit dem Nationalfonds. Verbesserungen können wir immer vornehmen. Der Nationalfonds ist aber dringend, und wenn Sie denselben begraben wollen, dann wählen Sie eine Commission. (Beifall.) Der Nationalfonds hat einen Zweck: Landankauf. Auf welche Art und Weise das geschehen soll, ist Sache der späteren Congresse. Das .Notwendigste ist das Geld., dann wird schon der Zweck gefunden werden. (Beifall und Händeklatschen.) Del. Dr. Awinoivitzlci: Meine Herren! Diejenigen, die das Glück hatten, in früheren Congressen anwesend zu sein, werden sich an dasselbe Bild •erinnern, das wir heute hatten: Als die Gründung der Bank auf der Tagesordnung war, fanden sich Leute, welche sagten: Wir haben kein Statut. Wir aber dachten anders. Wir nahmen es an und haben jetzt eine Bank. Nehmen wir den Nationalfonds an, dann haben wir ihn. (Beifall und Händeklatschen.) Wir müssen uns ein Vorbild an der Natur nehmen. Was schafft die Natur? Sie schafft eine Zelle, einen Keim, dann bildet sich ein Wesen daraus. Schaffen wir die Zelle. Ich frage Herrn Lourie, was macht er mit seinen neugeborenen Kindern, weil die nicht gehen und sich nicht ernähren können? Verwirft er sie, oder hofft er, sie bekommen gute Nahrung und gute Erzieher und Lehrer?- Wir haben ein neugeborenes Kind. Der Erzieher wird das ganze jüdische Volk sein, und wir bekommen schliesslich einen erwachsenen braven Mann. (Lebhafter Beifall.) Deshalb, meine Herren, ist mein Vorschlag: Wir nehmen den Nationalfonds jetzt an. Herr Lourie sagte, nur die armen Leute werden geben, die Reichen nicht. Nun erklärt sich die Thatsaehe.. weshalb die reichen Leute nicht geben. iv>

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