Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 285 (sequence 285)
- Language
- German, English, Hebrew
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285 dieses Statut nicht anzunehmen., indem ja eine juristische Person für den Nationalfonds geschaffen wird. Es entfällt also jede Debatte. Geben Sie uns die Möglichkeit, dem Fonds die Sicherheit einer juristischen Person zu verschaffen, wir werden uns alle Mühe geben, dies zu erreichen. (Lebhafter Beifall.) Del. Dr. ~W eitzmann (übersetzt ins Russische). Del. Berger: Geld nehmen wir bei dem ganzen jüdischen Volke. Jetzt wird immer gesprochen von der Präge der Verwaltung. Die Frage der juristischen Person ist nicht erledigt. Am nächsten Congresse könne . diese Sache erledigt werden, und wenn selbst der Congress noch 50 000 Rubel kostet. Der Fonds darf zu solchen Zwecken verwendet werden, welche nationale Bedeutung haben. Ich werde gegen den Antrag Gabriel stimmen, dass der Nationalfonds zur Besserung der Lage in der Diaspora verwendet werde. Er soll Bedeutung haben für unser ganzes jüdisches Volk. Es soll Land gekauft werden, welches dem ganzen jüdischen Volke gehören soll. Sehr richtig ist der Antrag Bernstein-Kohan. Die Bank soll eine Nationalbank werden, nicht eine Bank, welche bloss den Actionären gehört. Die juristische Person ist nicht da, es soll ein eigener Congress darüber entscheiden. Del. Gregoire Lourie: Ich halte es für meine Pflicht, Sie nochmals zu warnen, den Nationalfonds auf Grund des vorgelegten Statuts anzunehmen. Das Statut ist unvollkommen. Es wird gesagt, dass der Zweck sei^ Land in Palästina anzukaufen. Ich kann sagen, dass die juristische Person heute kein Recht hat:, Land in Palästina zu kaufen. Eine so wichtige Sache;, wie der jüdische Nationalfonds muss auf gründlicher Basis geschaffen werden. Dazu müssen jahrelang tüchtige Juristen sowohl die Landankaufsverhältnisse, wie ■die juristische Seite in Palästina studieren und danach streben^ ein gründliches und gut gearbeitetes Statut für eine solche Sache zu schaffen. Wenn wir beschliessen, jetzt schon für den Nationalfonds zu sammeln, werden sich die Folgen herausstellen. Wenn wir nachhause kommen und zu einem wohlhabenden und mehr entwickelten Menschen gehen, wird er sagen: Das ist nicht ernst, das ist kein Statut, um grössere Summen für längere Zeit zu sammeln. Geben werden nur die naiven, leichtsinnigen, armen Leute, welche in grosser Noth sind. (Widerspruch.) Ich habe mich nicht gut ausgedrückt. Ich meine diejenigen unter den armen Leuten, welche in so schlechter Lage sich befinden und politisch so naiv sind, dass sie für alles geben, was irgend eine Möglichkeit bietet, ihre Lage zu verbessern. Das ist nicht gewissenhaft von uns, eine Sache zu schaffen, welche nur darauf beruht, bei denjenigen Leuten Geld zu nehmen, welche nicht genügend wissenschaftliche und geschäftliche Kenntnis von der Sache haben. Wer eine geschäftliche Vorbildung hat, wird nie mit Ernst beisteuern. Unterstützen Sie mein Project, dass wir zwei Jahre., aber mindestens bis zum nächsten Congress die Sache verschieben, dem A.-C. jedoch den Auftrag geben, gute Juristen zu Rathe zu ziehen, um ein ernstes Project -auszuarbeiten. (Lebhafter Beifall.) Präsident Dr. Herzi: Zu den letzten Ausführungen des Herrn Lourie möchte ich Folgendes bemerken: So naiv, leichtsinnig und in sehlechten Verfcsrtv-v-.-.-.