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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 281

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 281 (sequence 281)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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281 ject anzunehmen. Die Frage ist sehr wichtig, wir müssen die Debatte wieder eröffnen nnd können dann die Sache der Coinmission übergeben, aber die Comrnission nmss früher die Meinungen kennen lernen, die hier von den Vertretern der Vereine vorgebracht werden. Del. Belir (Berlin) : Ich habe zu dem Antrage Bodenheimer ein Amendement eingebracht, dass bei der Angabe des Zweckes ausdrücklich die Worte „im Sinne des Baseler Programmes" vorkommen sollen. Herr Dr. Schalit hat erklärt, dass das selbstverständlich sei. Was selbstverständlich ist, darf auch ausgesprochen werden. Ich bitte also den Congress, im Sinne meines Antrages zu beschliessen. Dr. Herzl: Ich spreche mich gegen diesen Antrag aus und bitte, die Debatte fortzusetzen. (Beffall.) Vice-Präsident Dr. Tschlenoio: Da bei der Abstimmung keine Dreiviertelmajorität war, so stehen wir wieder vor der Frage, ob wir die Debatte weiterführen sollen oder nicht. Wer für Schluss der Debatte ist, möge die Hand erheben. (Geschieht.) Der Antrag ist abgelehnt. Die Debatte wird fortgesetzt. Del. Uriassohn: Als einer der ersten Congressdelegierten, der mit Herrn Professor Schapira an dem Projecte mitgearbeitet hat, bitte ich, mir einige Worte zu gestatten. Fünf Jahre waren wir Zionisten ohne Organisation, fünf Jahre waren wir warme Enthusiasten ohne Organisation. Im fünften Jahre haben wir die Organisation bekommen, aber die Wärme haben wir schon nicht. Jetzt, wo wir sehen, dass es zu Conflicten kommt, sind wir zu dem Beschlüsse gekommen, man müsse eine allgemeine Organisation haben. Bisher haben wir russische, deutsche, türkische Zionisten gehabt, aber keine Zionisten, jetzt ist wenigstens Hoffnung vorhanden, dass wir noch organisierte Zionisten werden. Auf dem ersten Congresse wurde vorgeschlagen, dass man erst einen Nationalfonds bilden solle. Arbeiten können wir nicht. Jetzt handelt es sich um den National - fonds. Schapira hat gesagt: Wenn die Idee des Nationalfonds zur Verwirklichung kommt, kann ich ruhig sterben. Ich sage umgekehrt: Wenn der Nationalfonds besteht, kann ich ruhig leben. Wenn das Volk Geld hat, lasst sich durchsetzen, was das Volk fordert. Wenn der Mann reich ist, ist die Frau reich, wenn die Frau reich ist, ist der Mann arm. (Heiterkeit. — Rufe: Zur Sache!) Ich will zuerst constatieren, dann resümieren. (Widerspruch. ) Präsident Dr. Herzl: Ich bitte um Buhe für den Bedner. Del. Uriassohn: Der Herr Präsident hat mich verstanden. Jetzt haben wir das Gespräch vom Nationalfonds. Ohne Geld lässt sich nichts durchführen. Nehmen wir den Nationalfonds an. Wir müssen Geld haben. (Zustimmung.) Wenn wir "Geld haben, werden wir schon wissen, was wir zu thun haben und auch der Congress wircl wissen, was er zu thun hat. (Beifall.) Präsident Dr. Herzl: Ich bitte den Permanenzausschuss., sich sofort zu versammeln, um die Vorschläge für die heute Nachmittag nothwendig werdenden Wahlen durehzuberathen. Del. Dr. Jalcohsohn (spricht russisch).

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