Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 279 (sequence 279)
- Language
- German, English, Hebrew
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279 die juristische Person ist, Aver das Statut ändern kann u. s. w. Wenn wir ein Geschäft machen, machen wir ein gründliches Statut, umsomehr, wenn das jüdische Volk einen Nationalfonds sammelt, an welchem Millionen von Associers betheiligt sein sollen. Ich schlage vor, die Sache bis zum nächsten Congresse zu verschieben, damit wir ein ordentliches Statut erhalten. Vice-Präsident Dr. Tschtenow: Jetzt kommen wir zur Abstimmung. Ich bitte Herrn Bodenheiiner, seinen Antrag zu wiederholen. Del. Dr. Bdoenheimer: Es ist von mir der Antrag gestellt worden auf Schluss der Debatte ohne Anhörung weiterer Redner, aus dem Grunde, weil durch den weiteren Antrag, den ich stelle, eine Debatte überflüssig wird. Ich empfehle die en bloc-Annahme dieses Statuts als provisorischen Entwurf, und zwar, wie ich erwähnt habe* um eine Möglichkeit zu schaffen, schon jetzt freiwillige Beiträge zum Nationalfonds zu spenden, ehe wir das Statut zu einem definitiven machen. In dritter Linie stelle ich den Antrag auf Wahl einer Commission, die aus allen Landsmannschaften beschickt werden soll zur Beschlussfassung eines Statuts. Vice-Präsident Dr. Tschlenow: Wir stimmen ab. Wer für diesen Antrag ist, möge die Hand erheben. (Temkin übersetzt dies ins Russische, worauf die Abstimmung erfolgt.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Der Antrag Bodenheimer ist angenommen. (81 gegen 54 Stimmen. — Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ich habe folgende Mittheilungen zu machen: Der Culturaussehnss tagt im Nebenzimmer und ich bitte die Mitglieder, sieh dahin zu begeben. Der Obmann des Bankausschusses bittet zur Kenntnis zu nehmen, dass der Aussehuss sofort nach der Vormittagssitzung im Zimmer Nr. 3 zusammentritt. Alles, was den Nationallonds betrifft, erfahren Sie im Bankbureau, wo auch von diesem Moniente an die Marken durch Herrn Levontin verkauft werden. Wir werden also gemäss dem gefassten Beschlüsse noch heute die Mitglieder dieser Commission zu wählen haben. Ausserdem erinnere ich* dass noch heute verschiedene Landsmannschaften ihre Candidaten für das A.-C. nominieren müssen, da die Wahl nachmittags stattfindet. Die deutsche Landsmannschaft tritt .um 3 Uhr, der Permanenzausschuss nach der Sitzung zusammen, ebenso die russische Landsmannschaft. Del. Dr. JaJcobsohn: Wir haben die Geschäftsordnung verletzt. In § 18 der Geschäftsordnung heisst es, dass zu dem Beschlüsse, die Debatte ohne Anhörung weiterer Bedner zu schTiessen, die Dreiviertelmajorität der Anwesenden nothwendig ist. Da diese Dreiviertelmajorität nicht vorhanden war, so haben Sie nicht das Recht, die weitere Debatte abzuschneiden. Vicepräsident Dr. TscElenoic-: Gestatten Sie mir, zunächst eine Mittheilung zu machen. Die österreichisch-ungarische Landsmannschaft wird zu einer Besprechung, die sofort im Saale Nr. 3. stattfindet, eingeladen. Was die Bemerkungen des Herrn Dr. Jakobsohn betrifft, so sind dieselben in der Geschäftsordnung begründet, jedoch nur bezüglich des ersten Theiles des Antrages Bodenheimer. Herr Dr. Bodenheimer hat vorgeschlagen: Schluss der Debatte, Wahl einer Commission und Erklärung des jetzigen Sta-