Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 250

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 250 (sequence 250)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
97% known words query
IRI
…/3476254-3476264--1624-3477761
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

250 mit diesen Individuen, also den Zusammenhang mit der Bewegung wünsche ich selbst. Diesen Zusammenhang constituert der 1. Absatz meines Paragraphen: So weit die Gesetze des Landes es gestatten, haben die zionistischen Vereine sich zu einer Landes-Organisation zusammenzuschliesssen. Diese Organisation wird so sein, wie sie ist, wie sie entsteht, wie sie sich entwickelt, von uns nicht unterbunden, von uns nicht geknebelt. Das zweite ist: Die Landesorganisation steht unter der Aufsicht des A.-C.-Mitgliedes oder der Gesammtheit der A.-C.-Mitglieder des betreffenden Landes. Damit ist gesagt: die Gesammtheit. Nicht die Individuen^ nicht die Vereine, die gehen uns gar nichts an. Wir haben in jedem Lande Gesammtheiten uns gegenüber, und zwar entweder die bisherige oder, falls sieh Theilchen ablösen, die neuen, wenn sie wenigstens aus 50 Vereinen bestehen. Was Aufsicht ist, wissen wir alle. Damit haben wir die Verbindung1, die wir brauchen. Die Discussion bestärkt mich, dass dies einzig und allein es ist, was anzunehmen ist. Ich möchte dafür meine mehrjährige Erfahrung in unserer Bewegung heranziehen, die Ihnen das Vertrauen geben kann, dass das wirklieh den Bedürfnissen entspricht. Del. Temkin (spricht russisch). Del. Dr. Weitzman (übersetzt) : Herr Temkin bemerkt zur Geschäftsordnung, dass er schon vor einer Stunde sich zum Worte gemeldet und nicht das Wort bekommen hat. Es kamen 10 Redner nachher zum Worte, er aber nicht. Vicepräsident Dr. Kprdau: Ich unterbreche die Uebersetzungen, wie ich den Redner unterbrochen hätte, wenn ich ihn verstanden hätte. Das ist eine Insinuation — ich will keinen weiteren Ausdruck gebrauchen — die ich zurückweisen muss. Herr Temkin war an seiner Stelle eingetragen. Del. Temkin: Wenn ich nun sage: Nein, so können Sie mir glauben. Vicepräsident Dr. NorÜau: Das mag in Russland üblich sein. (Widerspruch.) Ich erkläre, dass der Name Temkin hier nicht steht. (Unruhe.) Del. Dr. ~Weitzmann: Weiters bemerkte Herr Temkin^ dass nach Annahme des Antrages auf Schluss der Debatte ohne Anhörung von Rednern Redner gesprochen haben. Dr. Eerzl: Als Referenten. Vicepräsident Dr. ~Nordau: In allen Parlamenten der Welt gilt als Grundregel, das der Referent in jedem Augenblicke sprechen kann. Wenn Herr Temkin dies nicht weiss, bedaure ich es; aber jedenfalls berechtigt die Nichtkenntnis einer allgemeinen Regel nicht dazu, anderen Lectionen zu ertheilen. (Beifall — Zwischenrufe.) Del. Dr. Awinovntzki: Ich bittej dem Präsidium das Vertrauen auszudrücken. (Zwischenrufe.) Dr. Eerzl: Ich bitte, nicht mit solchen Zwischenrufen die Sitzung zu stören. Vicepräsident Dr. Nordau: Wir schreiten zur Abstimmung über den Antrag des Dr. Herzl. (de Haas und Dr. Marmorek übersetzen dies.) Ich bemerke, dass die Annahme des Antrages Herzl die Ablehnung des Commissionstextes in sich sehliesst. Wer für die Annahme des Antrages Herzl

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.