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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 244

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 244 (sequence 244)
Language
German, English, Hebrew
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HU in zionistischen Dingen herbeigeführt haben. Ich glaube, das ist die einzig gerechte Form. Del. Dr. Bernstein-Kohan: Ich schliesse mich dem Principe an, welches Herr Ussischkin vertritt. Wenn wir auch in einem Centrum ganz tüchtige und fähige Leute haben,, so könnten sie uns doch manchmal durch Circulare und dergl. grossen Schaden bringen. Wir haben schon solche Momente erlebt, und es war, glaube ich, ein grosses Glück, dass nicht alle solche Circulare streng nach der Diseiplin erfüllt wurden. Es würde ein grosses Unglück sein, wenn «die Landsmannschaften nicht nach dem Leben selbst ihre Organisationen schaffen, sollten. Es ist factisch unmöglich, dass sie von einem Centrum geleitet, werden. Ein solches Organiationsstatut kann man nur auf dem Papiere niederschreiben. Immer wenn hier über Organisation gesprochen wird, will ich das Wort überhaupt nicht ergreifen, weil ich weiss, dass die eigentlichen Organisationsstatuten das Leben vorschreibt. In jehn Jahren werden wir vielleicht ein Organisationsstatut niederschreiben können, das dem Leben entnommen sein wird. Was den Antrag des Herrn Schlaposchnikoff anbelangt, so verstehe ich gar nicht, wie Herr Dr. Herzl behaupten kann, dass er.mit ihm einverstanden sei. Vor einer halben Stunde hat er gesagt, dass er mit dem Antrage des Herrn Ussischkin einverstanden sei. Dr. Herzl: In einem anderen Punkte! Ich bin doch nicht für immer gebunden! Del. Dr. B ernst ein-Kolian: Ich meine, dem Principe nach, weil diese Principien sich in einem vollständigen Widerspruche befinden. Wenn wir viel Menschenmaterial und die materiellen Mittel hätten, könnten wir vielleicht in jedem Lande ein gutes Landescomite haben. Wenn wir jetzt kein Landescomite haben, so ist die Ursache nicht die, dass man überhaupt keines machen kann. E-s kann sein, dass wir nicht genug arbeitsfähige Leute haben, oder dass die Möglichkeit fehlt, es materiell einzurichten. Ein viel grösseres Unglück würde es sein, von einem Comite für jedes Land abzusehen und sich mit einem Comite für alle Länder zu begnügen. Ein noch grösseres Unglück aber wäre es, wenn man einem Lande erlaubte, mehrere Federations zu bilden. In Russland wird das nicht der Fall sein, zwei Federations werden wir nie fordern. Aber für England oder Amerika wird das vielleicht ein grosses Unglück sein, später vielleicht für Pussland auch. Wenn die Bildung der Federation daher stammt, dass die Gruppen miteinander in ihrer allgemeinen Weltanschauung nicht übereinstimmen, so wäre das noch kein Unglück; bei uns aber ist es so: wenn einige Balabatim, Kaufleute, nicht zufrieden sind, wenn sie glauben, dass sie nicht den nöthigen Kowed bekommen, so trennen sie sich ab und bilden eine besondere Synagoge. (Heiterkeit und Zustimmung.) So wird .es mit den Federations in England und Amerika sein, und deshalb möchte ich die Möglichkeit hiezu vollkommen ausschliessen. Ein Land darf nicht zwei Landesconiites oder Fererations haben. Dr. Herzl: Zunächst, Herr Dr. Bernstein-Kohan, bin ich durchaus nicht im Wderspruche mit mir, denn ich sage ausdrücklich: so weit die Gesetze des Landes es gestatten, und trage damit den Bedenken des Herrn Ussischkin

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