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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 239

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 239 (sequence 239)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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239 so sehr verehrten Regierung von Basel (Lebhafter Beifall und Händeklatschen) — liegt gar keine Notwendigkeit vor, dieses Programm anders zu gestalten, um dafür die Sympathien von solchen zu gewinnen, die daran durchaus nicht theilnehmen wollen (Zustimmung), und wir haben auch durchaus nicht die Absicht, diejenigen Leute jüdischer Abstammung, die nicht zum jüdischen Volke gehören wollen, zu uns mit Gewalt heranzuziehen. Diese Absicht haben wir nicht. Was wir wollen, ist, zu erklären, dass es dieses Volk gibt und kann sich dazu rechnen, dazu stellen, dafür kämpfen, wer will, und wer nicht will, soll es unterlassen." (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Dr. Kokesch: Das Programm steht nicht auf der Tagesordnung. Das Programm ist bezeichnet worden als unser Heiligthum. Es geht nicht an, das Programm mir nichts, dir nichts, zu ändern. Wenn es geändert werden sollte, müsste es früher auf die Tagesordnung des Congresses gestellt, müssten die Abänderungsanträge bekanntgegeben wTerden und müssten die Mitglieder dazu früher Stellung nehmen können. Eine Ueberrumpelung geht nicht an und eine solche würde der Congress sich auch nicht gefallen lassen. Ich stelle den Antrag, es möge über den Antrag Trietsch zur Tagesordnung übergegangen werden. (Lebhafter Beifall.) Del. Trietsch: Ich habe mir das Wort erbeten zu einer persönlichen Bemerkung. Ich hoffe, dass niemand in die Worte unseres Präsidenten hinein interpretieren wird, was er nicht hat sagen wollen, dass ich etwa hierhergekommen bin, um Witze zu machen. Ich glaube, darüber sollte nur eine Stimme sein dürfen. (Ruf: Zwei!) Vicepräsident Dr. Nordau: Ich bitte, Zwischenrufe zu unterlassen. Del. Trietsch: Mir ist auch ferne gelegen, eine wesentliche Aenderimg übers Knie zu brechen. Aber wenn wir keine Gelegenheit haben, darüber zu sprechen, müssen wir doch unsere Bedenken kundgeben, wenn das Programm wieder vorkommt. Es ist mir ferne gelegen, eine überschnelle Aenderimg herbeizuführen, ich wollte bitten, darüber nachzudenken. Ich bin durch einen Zuruf veranlasst, eine persönliche Bemerkung zu machen. Es hat jemand gesagt, es seien zwei Ansichten darüber verbreitet, ob ich auf den Congress komme, um Witze zu machen. Ich hoffe, es ist dem Herrn nur so entfallen. Trotzdem bin ich gezwungen, auf etwas hinzuweisen, weil mir auch von anderer Seite mitgetheilt wurde, dass hier verschiedene Ansichten sind. Ich habe vor kurzem durch gute Freunde, die auf der zionistischen Leiter ziemlich hoch stehen, eine freundschaftliche Mittheilung erhalten. Ich habe mich dadurch gezwungen gesehen, in der „Weit'*' eine Anfrage zu veröffentlichen, ob jemand mit seinem Namen die thörichten Gerüchte decken will, die über mich im LTmlaufe sind. Es hat sich niemand weder öffentlich, noch privat gemeldet. Wenn hier jemand im Congresse (Rufe: Zur Sache!) — das ist eine persönliche Bemerkung — sein sollte, der irgendwie glaubt oder zu glauben Ursache hat, dass an diesen thörichten Gerüchten irgend etwas ist, so bitte ich, dass er sich melde und mir Gelegenheit gebe, ihn vor ein Ehrengericht zu fordern, oder ich würde ihm Gelegenheit geben, mich vor ein Ehrengericht "zu fordern, dasauf diesem Congresse zusammengesetzt werden kann. (Beifall und Widerspruch.)

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