Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 231

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 231 (sequence 231)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
97% known words query
IRI
…/3476254-3476264--1605-3477742
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

231 Comite und die Cornmission zusammen. Diejenigen, welche bestimmte Vorschläge haben, werden nicht in der Lage sein, diese vorzubringen. Dagegen Avürde der Zionistentag solche Leute heranziehen, die sonst gar nicht in der Arbeit sind, aber gern einmal einer grossen Demonstration für den Zionismus beiwohnen. Nehmen wir an, im Sommer fände ein solcher Zionistentag statt, ein solcher Tag würde von 1000 Personen besucht, da würde eine Reihe von Reden gehalten und Resolutionen beschlossen. Im nächsten Jahre wäre dann der Congress. Zum Theil deckt sieh mein Vorschlag mit dem von Ussischkin. Der zweite Vorschlag geht dahin, wir sollen die Zeit, welche nothwendig ist, damit jemand ein Mandat bekommen soll, nicht auf 5 Jahre beschränken, weil wir damit uns selbst in unserer Thätigkeit hemmen würden; ich würde 2 Jahre vorschlagen. Wenn jemand 2 Jahre hintereinander Schekel bezahlt hat und von einer Gruppe von Zionisten gewählt ist, haben wir die Garantie, dass er ein Zionist ist, diejenige Garantie, welche wir überhaupt haben können. Denn es ist nicht ausgeschlossen, dass mancher, der 5 Jahre Schekel gezahlt hat, auch nfcht ein tüchtiger Zionist ist. Anderseits kommt es vor, dass Leute, die erst seit kurzem, 1 oder 2 Jahre in der Bewegung stehen, auch unentbehrlich sind. Warum sollen wir diese Personen von unseren Berathungen vollständig ■ausschliessen auf eine Reihe von Jahren? Präsident Dr. Eerzl: In einem Entwürfe, den Dr. Bodenheimer nicht zur Kenntnis des Congresses gebracht hat, habe ich bemerkt, es kann davon Umgang genommen werden in den Fällen, wo vier Fünftel des Congresses den betreffenden Personen das nachsieht für die Wahl in das A.-C. Del. Mozkin: Auch dagegen nuiss ich mich wenden. Wir können uns in einem Zustande befinden^ dass wir eine Kraft wünschenswert halten für unsere Thätigkeit und der Ansicht sind, dass diese nicht als Mitglied des A.-C. gewählt werde. Ich gebe zu, wenn es sich um das A.-C. handelt, ist dies nicht von solcher Bedeutung. Ich glaube, wir würden uns einigen, dass eine Person, die 3 Jahre Schekel gezahlt hat, in der Lage sein kann, in das A.-C. einzutreten. Im allgemeinen will ich mich mir noch gegen die Art wenden, in welcher Ussischkin seinen Entwurf ausgearbeitet hat. Er hat darin ein Princip aufgestellt, dem wir hoffentlich nicht beitreten werden. Wir werden darüber nicht viel Worte verlieren. Ich bin sogar der Ansicht, dass es zu schnell abgelehnt werden wird, aber ich halte es doch für ein sehr gefährliches Princip, dass gewissermassen die arbeitenden Zionisten von oben nach unten bestimmt wTerden. (Ussischkin: Das bezieht sich auf RusslandI) Dann werde ich in der russischen Organisation das Wort nehmen. Ich bitte dies in Erwägung zu ziehen: Zionistentage und Arbeitscongresse, die vollständig getrennt sein sollen. Eine Reihe von uns wird zu Demonstrations-Congressen überhaupt nicht kommen, aber zu Arbeitscongressen immer. (Beifall und Händeklatsehen.) Dr. Herzl: Icii glaube, es ist am besten, Herrn Mozkin gleich zu antworten, denn durch sein Talent könnte er die Debatte in einen Winkel^verschlagen, in den sie nicht kommen soll. Ich

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.