Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 163 (sequence 163)
- Language
- German, English, Hebrew
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163 unserer neuen Generation überhaupt. Jedenfalls haben ihm sein Buch „Juda" und seine hebräischen Exlibris unsere ganze Liebe gewonnen, und wir setzen eine Hoffnung in ihn, die mehr ist als das grösste Lob. Er ist uns mehr als ein verehrter Meister, er ist unser Freund, unser Bruder. Einer, in dessen Werken sieh ein prächtiger Sinn für kraftvolle Farbenwirkungen mit einer prägnanten Charakteristik die Geberde vermählt, ist Jehuda Epstein. (Beifall.) Eines seiner jüngsten Gemälde, „Hiob und seine Freunde", haben wir hier, freilich noch in unfertigem Zustande, ausgestellt. In seinem Atelier ist zur Zeit eine grossangelegte Makkabäergruppe zu sehen, die Scene darstellend, wo Mattitjahu sich vor dem Götzenaltare erhebt, um zu eifern für den Herrn. Ein anderes älteres Bild, „David vor Saul£C, hatte ich Gelegenheit, bei Theodor Herzl zu bewundern. Diese farbenstarken Werke mit ihrer straffen, seelenvollen Composition stellen ihn in die .erste Beihe unserer Künstler. Ich hätte noch viele zu erwähnen. Hier kann ich nur noch einige Namen nennen: In erster Linie S. J. Solomon (Beifall), der in die traditionelle moderne englische Malerei eine eigenthümliehe jüdische Nuance hineingebracht hat und von dem uns hier namentlich -„Die Gefangennahme Simsons" und sein Porträt Israel Zangwills interessieren; den Porträtmaler Leopold Horo w i t z, der eine edle und verständnisvolle Auffassung des modernen jüdischen Gesiehtstypus bewiesen hat; Isidor Kauf m a n n, dessen feine Gruppen und Scenen •aus dem jüdischen Leben bekannt sind; Bendemann , der biblische Scenen in pathetischer vielgelobter Weise gemalt hat; xAlf red L a k o s, dessen „Trauernde Juden" hier ausgestellt sind; den sehr begabten jungen Badierer Hermann Struck, der ein seltenes Verständnis für .seelenvolle Darstellung jüdischer Köpfe besitzt, und von dem noch viel Schönes zu erwarten ist; H i r s z e n b e r g, der vortreffliche realistische Stimmungen des modernen Judenlebens und einen ergreifenden Ahasver gegeben hat; Kischinewski, der russische Juden in scharfer, charakteristischer Weise gezeichnet hat; Henry. L e v y, der zahlreiche Original-Lithographien aus dem jüdischen Leben geschaffen hat; Wilhelm W achtel, von dem wir hübsche decorative Blätter kennen. Von unseren Bildhauern sind zu nennen: Marc- Antokolsky, der unstreitig bei weitem Bedeutendste, der Weltruhm erlangt hat und von dessen Werken jüdischen Inhalts das interessanteste Ii*