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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 151

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 151 (sequence 151)
Language
German, English, Hebrew
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jenigen Referate kommen sollen, welche auf der Tribüne gehalten werden. (Zustimmung. ) Del. Dr. Farbstein (zur Geschäftsordnung) : Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass, wenn die Ordner die Anträge rechtzeitig übergeben würden, im eh rechtzeitig das Wort zur Geschäftsordnung ertheilt werden könnte. Präsident Dr. Hersl: Die Anregung des Herrn Dr. Farbstein ist richtig. Wenn man sich zur Geschäftsordnung meldet und dies durch die Ordner erfolgt, so kann man gleich hinzufügen, wozu man innerhalb des Redens zur Geschäftsordnung sprechen will. Dann kann ich mich besser orientieren. Das Wort hat jetzt Herr Bub er zum Referate über ..Jüdische Kunst". Martin Buber \ Verehrte Congressmitglieder! Herr Dr. Max ISTordau hat heute über die Fragen der geistigen Hebung des jüdischen Volkes in einer Weise zu Ihnen gesprochen, die iiuf meine Freunde und mich — und ich darf wohl sagen, dass meine Freunde und ich hier einen guten Theil der jungen zionistischen Generation vertreten — einen überaus schmerzhaften Eindruck gemacht hat. Wir haben, seit wir Zionisten sind, Max Nordau Liebe und Verehrung entgegengebracht. Gerade deshalb aber muss ich hier Zeugnis ablegen, dass wir durch die Art, wie Nordau diese unsere Sache behandelt hat, in unserem tiefsten Empfinden, im Kerne unseres seelischen Zusammenhanges mit dem Zionismus verletzt wurden. Dr. Max Nordau hat es für eine Leichtfertigkeit und Phantasterei erklärt, hier die Fragen der geistigen Hebung zu erörtern. Aber er hat nicht berücksichtigt, dass diese Fragen nichts Geringeres betreffen, als das wunderbare Keimen einer neuen jüdischen Volkscultur. (Beifall.) Sollen wir hier, in dieser einzigen Versammlung, in der das jüdische Volk sich selbst erkennt, sich seiner selbst bewusst wird, über sieh selbst beschliesst, sollen wir in den einzigen Zionstagen des Golusjahres an dieser vor kurzem noch ungeahnten, von Tag zu Tag fortschreitenden Umwandlung stumpf vorübergehen? Sollen wir hier keine Stellung zu ihr nehmen, sollen wir nicht versuchen, sie zu fördern, so weit es unseren Kräften möglich ist? Wenn wir es nicht thun, wenu wir hier kein Wort haben für diese Auferstehung, erfüllt dann noch dieses jüdische Parlament seine Aufgabe? Sind wir dann nicht wie Leute, die an einem menschlichen Organismus Nerven und Muskeln, Knochen und Adern sehen, aber die Seele nicht erkennen? (Beifall.) Sollten aber sogar aus irgend einem Grunde diese Gesichtspunkte für uns nicht massgebend sein, so fordert doch die Erkenntnis dessen, was nothwendig ist, damit unsere Bewegung sich entwickle und \ -v'"-____ . _ .

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