Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 150 (sequence 150)
- Language
- German, English, Hebrew
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150 Del. Shaier (London) : Es wäre sehr zu bedauern, wenn der Congress ein Präcedenz in der Richtung schaffen würde, dass jeder, der einen Vortrag .schreibt, annehmen könnte, der Vortrag komme ins Congress-Protokoll hinein. Präsident Dr. Herzl: Nicht jeder, sondern derjenige, der das Referat zugetheilt erhalten hat. Del. Shaier: Heute ist es Herr Ehrenpreis, das nächstemal ein anderer. Kami er nicht zum Congresse kommen, so soll er das Referat nicht übernehmen. Es wäre viel besser, wenn auf dem nächsten Congresse, um die Zeit nicht zu Verlieren, eine umgekehrte Reihenfolge gewählt würde; zu Anfang sollten die geschäftlichen Fragen behandelt und erledigt werden, dann können wir so viele Referate anhören und verhandeln, als wir nur wollen. Jetzt stecken wir in der Mitte, wir können nicht vorwärts und nicht zurück. Wir sind hergekommen, um Geschäftsangelegenheiten zu regeln, Vorträge können wir das ganze Jahr hindurch anhören oder lesen. Die Zeit rückt vor, die Abendstunde rückt heran, es wird Sabbath, deshalb stelle ich den Antrag, dass wir die Fortsetzung der Vorlesungen auf einen späteren Zeitpunkt verschieben und nun an die geschäftlichen Angelegenheiten herantreten. (Beifall.) Del. Trietsch: Wenn wir das Referat keimen, so können wir davon Kenntnis nehmen und sparen Zeit. Ich weiss von Herren, die das Referat kennen, dass es vorzüglich ist. Präsident Dr. Herzl: Der Antrag Goitein kommt logisch später. Zuerst müssen wir darüber abstimmen, ob dieser Vortrag gedruckt oder verlesen werden soll. Diejenigen, welche dafür sind, dass das Referat Ehrenpreis auf der Tribüne verlesen werde, werden die Hand erheben. (Geschieht.) (Nach der Uebersetzung durch Dr. W eitzmann ins Russische und Baker ins Englische*:] Dieser Antrag ist abgelehnt. Jetzt werden wir über die Frage entscheiden, ob dieses Referat ins Protokoll kommt oder gleich gedruckt wird. Diejenigen, die dafür sind, dass es ins stenographische Protokoll kommt, werden die Hand erheben. (Geschieht.) (Temkin und Baker geben die Uebersetzung.) Es ist beschlossen, dass dieses Referat nicht ins stenographische Protokoll aufgenommen wird. Jetzt kommt der Antrag Goitein zur Abstimmung, dass der Wortlaut gedruckt und an die Delegierten vertheilt werde. (Goitein: Wenn er uns gefällt. — Widerspruch.) Ich bemerke, dass dies nicht geht; denn ins stenographische Protokoll kommen auch Reden^ die uns nicht gefallen. (Heiterkeit.) Diejenigen, die dafür sind, dass das Referat des Dr. Ehrenpreis gedruckt und an die Delegierten vertheilt werde , werden die Hand erheben. (Temkin und Baker geben die Uebersetzung. Die Abstimmung erfolgt.) Die Drucklegung ist beschlossen. Del. Trietsch (zur Geschäftsordnung) : Es ist ein Irrthum vorgekommen. Es bestand die Absicht, dass das Referat zur Kenntnis des Congresses komme, und zwar um Zeit zu ersparen, durch den Druck; dass aber die Auslagen für Porto hoch seien. (Widerspruch.) Präsident Dr. Herzl: Ich habe diese Abstimmung deutlich vorgenommen. Der Congress wollte sagen, dass ins stenographische Protokoll nur die-