Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 148 (sequence 148)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3476254-3476264--1522-3477659- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
148 auch mit der Verbesserung der Verificationsform beschäftigen. Als Referent werde ich dann einen Vorschlag machen, den ich mir jetzt schon anzuzeigen erlaube, nämlich den. dass ein ständiger Verificationsausschuss für den nächsten Congress schon von diesem gewählt werde, so dass rechtzeitig, das heisst vor dem Congresse, die Mandate auf ihre Giltigkeit geprüft werden und dann der Verificationsausschuss denjenigen, deren Mandate unangefochten geblieben sind, oder wenn sie angefochten wurden, dennoch als giltig erkannt wurden, rechtzeitig die Verständigung geben kann, dass sie zum Congresse kommen können. Das ist die Anregung, die ich bei der Organisationsdebatte unter anderem geben werde. Jetzt aber glaube ich, dass wir im Sinne der Geschäftsordnung ohne Debatte zur Abstimmung über das Referat des Legitimationsausschusses schreiten müssen, indem ich bemerke, dass selbstverständlich die Herren, deren Wahl annulliert wird, als liebe Gäste dem Congresse auch weiterhin beiwohnen werden. Ich ersuche also diejenigen, welche dafür sind, den Antrag des Legitimationsausschusses anzunehmen, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause): Der Antrag ist angenommen. Zur Geschäftsordnung hat Herr Rosen fei d das Wort. Del. Josef Rosenfetä: Ich möchte beantragen, die Rede des Herrn Sokolow wegen ihrere besonderen Wichtigkeit separat in Druck zu legen. Präsident Dr. Herzi: Vielleicht erlaubt der Congress, dass wir von der Rede des Herrn Sokolow, die ja für das Congressbuch gedruckt wird, dann einen Separatabdruck machen lassen. Es muss ja nicht .sogleich sein; oder wir lassen auch die Rede früher drucken und verwenden dann den Satz für das Congressbuch. Es wird jedenfalls mit möglichster Beschleunigung geschehen. Del. Brzeskowsky (zur Geschäftsordnung) : Mit der grössten Aufmerksamkeit haben wir die Rede des von uns so hochgeschätzten Herrn Dr. Max jNTordau und die anderen Reden vernommen; und wir ersehen daraus...... Präsident Dr. Herzt (unterbrechend) : Sie haben das Wort zur Geschäftsordnung, nicht zum Referate! Del. Brzeskoioskij (fortfahrend) : . . . . dass man immer nur das kranke Volk zu heilen sucht. Ich frage nun: Was macht man, wenn der Kranke dje Mittel nicht annehmen will .... Präsident Dr. Herzt: Es thut mir sehr leid, aber ich kann Ihnen jetzt zur Debatte das Wort nicht geben, weil Sie in die Rednerliste nicht eingetragen sind. Sie sind nur zur Geschäftsordnung eingetragen, können also auch nur zur Geschäftsordnung sprechen: ich werde Sie aber in die Liste der Redner eintragen. Del. Wortsmann: Ich möchte zum Berichte des Legitimationsausschusses um eine Erklärung bitten. Wie den Mitgliedern des vierten Congresses bekannt ist, hat man in Amerika und England nicht so gewählt, wie unsere Statuten es vorschreiben .... Präsident Dr. Herssl: Wir haben jetzt nicht vom vierten Congresse zu sprechen. Der vierte Congress hat seine Wahlen autonom geordnet. Wir sind jetzt auf dem fünften Congresse.