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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 124

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 124 (sequence 124)
Language
German, English, Hebrew
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liehen Juden wäre gerade in sanitären Dingen fin weiteres „Läisser aller" unverzeihlich, ein Eingreifen ist dringlich und ein Durchgreifen keineswegs ausgeschlossen. So komme ich denn endlich zu meinen Vorschlägen praktischer Abhilfe. Ich beginne mit der Fürsorge für das leibliche Wohl der Kinder. Eine systematische, zielbewusste 'Volkshygiene muss die Massnahmen für die Jugend, der die Zukunft gehört, voranstellen, und der sorgsame Familienvater kann nicht früh genug, mit dem Regime einer gesunden Efeiehung seiner Kinder einsetzen. Ja, schon vor der Geburt, so^ar vor der Eheschliessung sollte gewissen hygienischen Rücksichten auf die kommende Generation mehr als bisher Rechnung getragen werden. Das Heiratsalter ist bei den westeuropäischen und amerikanischen Juden viel zu hoch, durchschnittlich sogar wesentlich höher als in der nichtjüdischen Bevölkerung; das zeitigt indirect moralische Schäden. Weit bedenklicher ist das allzu frühe Heiraten östlicher Juden, das physische, ethische und sociale Gefahren in sich trägt. Ferner bringt das enge Zusammenwohnen der Juden und das innige Zusammenhalten der Familienkreise es mit sich, dass viel häufiger als anderwärts bei uns Eheschliessungen zwischen nahen Anverwandten statthaben. Ob derartige Ehen an sich bedenklich sind, gilt in wissenschaftlichen Kreisen noch für durchaus fraglich; wo aber in den beiderseitigen Familien erbliche Belastung gleicher Qualität vorliegt, gefährdet die Verwandte n-r Ehe zweifellos die Nachkommenschaft. Endlich kann nicht ernstlich genug an die Heilighaltung der das Eheleben betreffenden Vorschriften unseres Ritualcodex gemahnt werden; sie wirken im einzelnen und in ihrer Gesammtheit als die vortrefflichste Sexualhygiene, die je einem Volke in die Hand gegeben worden. — Das neugeborene Wesen zu hüten und zu hegen, ist eine Aufgabe, in deren Erfüllung sich die jüdischen Eltern seit je bewährt haben. Die edle Pflicht des Säugens, die Natur und Wissenschaft der Mutter auferlegen, muss immer noch allgemeinere Verbreitung finden; denn die M u 11 e r m i 1 c h ist das kostbarste Gesundheitscapital, weil es das ganze Leben hindurch Zinsen trägt. Wie populär die Sc h utzpockenimp f u n g bei den Juden ist, habe ich schon früher berührt; nur in Galizien, das alle Arten des Judenelends in den schlimmsten Formen darbietet, bleiben noch zahlreiche Judenkinder un geimpft. Der persönliche Einfluss der jüdischelti Aerzte wie das von den Birminghamer Juden erwähnte System milden Zwanges müssen dieser Indolenz planmäßig entgegenwirken, — Jugendhorte und Kinderg ä r t e n sind eine wahre Wohlthat dort, wo die Eltern nicht die Zeit oder das Verständnis haben, sich der ersten Erziehung der Kinder zu widmen. Wie sie Pflanzstätten seelischer Cultur sind, die unverlöschliche Eindrücke für das ganze Leben hinter-

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