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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 90

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 90 (sequence 90)
Language
German, English, Hebrew
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90 zur Generaldebatte schreiten sollen. Die Redner waren eingetragen, man konnte sie anhören und dann erst zur Wahl der Commission schreiten. Ich begreife nicht, wie man jetzt den Antrag stellen kann, eine Commission zu wählen, wo noch kein Wort darüber gesprochen worden ist, was die Versammlung will, dass die Bank thut. Ich stelle also den formellen Antrag, die Geschäftsordnungsdebatte zu schliessen, die eingetragenen Redner anzuhören und dann erst, wenn nöthig, eine Organisation zu wählen. (Beifall.) Del. Mozhin: Ich möchte den Worten des Herrn Dr. Weitzmann nur hinzufügen, dass es deswegen nothwendig ist, die Redner anzuhören, weil dann die verschiedenen Richtungen hervortreten werden und wir erst dann in der Lage sein werden, eine Commission zu wählen. Jetzt sind wir einfach nicht in der Lage hiezu; denn vielleicht werden wir solche Personen wählen, die alle einer Meinung, oder die entgegengesetzter Meinung sind. Ich bitte den Herrn Präsidenten einfach, die Redner nacheinander reden zu lassen; ich glaube nicht, dass Herr Sokolow so völlig im Recht sein wird. Selbstverständlich sind die Mitglieder des Congresses nicht in solcher Weise vorbereitet, dass sie in der Lage wären, glänzende Reden über den Gegenstand zu halten. Darauf kommt es aber auch gar nicht an; die Redner sollen nur ihre Wünsche vorbringen. Wir sind nicht hier, um Reden zu halten, sondern um Wünsche vorzubringen. Präsident Dr. Herzl: Herr Sokolow hat gefunden, dass wir die Sache nicht gründlich genug und nicht der Würde des Congresses entsprechend zur Discussion gestellt haben. Ich glaube, dass Herr Sokolow hier im Ausdruck etwas zu weit gegangen ist. Ich glaube ferner, dass wir vom Aufsichtsrath aus ein vollkommen klares Programm in den Erklärungen gegeben haben, die Sie in meiner Eröffnungsrede, die selbstverständlich die des Aufsichtsrathes und des A.-C. ist, und nachher in den Ergänzungen des Herrn Dr. Kokesch bekommen haben. Es ist hier eine ganz bestimmte Politik für die Thätigkeit ausgesprochen. Sie konnten sich für oder gegen dieselbe aussprechen, und es konnte der Congress für oder gegen entscheiden. Das, glaube ich, kann ich thatsächlich feststellen. Jetzt werde ich der Anregung des Herrn Mozkin folgen, der, wie Sie wissen, die schärfere Tonart vertritt, und genau in seinem Sinne das Präsidium führen, indem ich einfach niemandem mehr zur Geschäftsordnung das Wort gebe und die eingezeichneten Redner sprechen lasse, bis der Congress einen gewissen Ueberblick über die Richtungen hat, welche die einzelnen Herren vertreten, dann, wenn er es für gut finden wird, den Schluss der Debatte anberaumen, und dann werden wir den Antrag Sokolow auf Wahl einerCommi-s 011 zur Abstimmung bringen. Diese Commission wird uns dann morgen oder übermorgen das Resultat ihrer Berathung vorlegen und wird sagen: Das und das haben wir nach Berathung mit dem Directorium für recht befunden. Del. Bojulcansky. Es ist nun schon vier Jahre her, dass wir wegen einer Bank reden. Auf dem ersten Üongress ist prineipiell die Gründung einer Bank beschlossen worden, auf dem zweiten Congress haben wir schon eine Vorstellung davon gehabt, wie sie gegründet werden dürfte, auf dem dritten haben wir sie schon acceptiert, auf dem vierten ist weiter gesprochen worden und jetzt auf

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