Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 84 (sequence 84)
- Language
- German, English, Hebrew
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selbe zu sagen, was wir jetzt gehört haben, dass sie nämlich eine. Ergänzung des Referates wünschen, oder will jemand etwas anderes zur Geschäftsordnung sagen? Del. Dreisenstock: Ich bitte um? Wort! Präsident Dr. Herzl: Zu weichein Punkte der Geschäftsordnung wollen Sie sprechen? Del. Dreisenstock: Zur ganzen Geschäftsordnung. (Lebhafte Heiterkeit.) Die Debatte sollte unterlassen werden aus dem Grunde, weil sie zeitraubend ist und zu nichts führt. Ausserdem sind die Motive des Herrn Dr. Farbstein nicht stichhältig. Das A.-C. ist in diesem Punkte nicht klüger als wir. Thaten sind nicht vorhanden; es ist ein neues Gebiet, da wir Palästina nicht kennen 'und auf Hypothesen angewiesen sind. Ich bin dafür, dass wir die Debatte fortsetzen, aber die Geschäftsordnungsdebatte, unterbrechen. Del. Dr. Farbstein : Der erste Antrag wurde gestellt von Dr. Tschlenovv, dahin gehend, man solle abstimmen, ob die Redner noch sprechen sollen. Dann käme mein Antrag. Ich glaube, hier liegt ein Widerspruch vor. Die Redner sind gemeldet. Der Status quo ist vorhanden, darüber kann nicht abgestimmt werden. Es muss zuerst über meinen Antrag abgestimmt werden. Der zwTeite Antrag des Dr. Bryk zielt auf Uebergang zur Tagesordnung ab. Das Directorium wird von der Generalversammlung gewählt. Die Bank hat ihren Aufsichtsrath. Dieser wird aber nicht gewählt, sondern das A.-C. ist der Auf sich tsrath. Indireet hat also der Congress einen Einfluss auf die Bank. Daher ist hier der Ort, wo zu dieser Frage Stellung genommen werden soll; denn in der Generalversammlung wird der Aufsichtsrath sagen: wir sind nicht von Euch gewählt, sondern sitzen liier kraft unseres Inhaberrechtes und als A.-C. Hiemit fällt der Antrag Bryk. Nun ist noch ein zweiter Antrag von unserem hochgeehrten Herrn Präsidenten gestellt worden, die Rednerliste in die Interpellanten und dann in jene zu theilen, welche Anregungen zu geben haben. Unter denjenigen, welche Interpellation zu stellen haben werden, werden manche wohl auch Anregungen zu geben haben. Ich selbst werde folgende Interpellation stellen: Wie stellt sich das A.-C. zu dieser Frage? Damit sehen Sie^ wie dieser Antrag ad absurdum geführt werden könnte. Wenn ich diese Interpellation stelle, so wäre das Actions-Comite gezwungen, sie zu beantworten und dann könnten wir erst die Frage behandeln. Ich hatte mich zum Worte gemeldet, in der Meinung, dass einige Redner, sei es vom A.-C. oder vom Directorium, die Frage berühren werden und mir später Gelegenheit geben würden, darauf zurückzukommen. Ich sehe aber, die Debatte artet ins Uferlose aus: man weiss nicht, wozu man sprechen soll. Deshalb beharre ich darauf, dass zuerst über meinen Antrag abgestimmt werde; wenn dann der Aufsichtsrath oder das Directorium Aufklärungen gibt, so würde ich event. den Zusatzantrag stellen, dass die Frage einer Commission überwiesen werde. Präsident Dr. Herzl: Wollen Sie., wie alle Herren, die. Anträge stellen, dieselben schriftlieh formulieren und hier heraufgeben. Ich verstehe nur eines nicht, In der Eröffnungsrede, die ich heute — oder soll ich sagen