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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 81

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 81 (sequence 81)
Language
German, English, Hebrew
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st die nöthigen Erklärungen geben würde. Die Bank ist unser Eigenthum. Wir haben ilir vorzusehreiben, wie die Thätigkeit aufgenommen werden soll. leh möchte nicht wünschen, dass ihre Thätigkeit gegen unser zionistisches Interesse gerichtet wäre. Es fragt sich nun: Wo soll die Thätigkeit der Bank aufgenommen werden? In Palästinakann man nichts thun. Palästina ist heruntergekommen. Wir haben dort ein Schnorrerthum erzogen. AVenn wir mit unserem (leid dort hinkommen, haben wir Tausende von sehnorrerisehen Händen, die das Geld gern einstecken werden. (Widerspruch.) Ich meine speciell die Chaluka-Leute und nicht die Colonien. Auf diese werde ich dann zu sprechen kommen. Leider besteht die Majorität der palästinensischen Juden aus '('haluka-Leuten. (Widerspruch.) Eine löbliche Ausnahme bilden die Colonien. die aber leider wirtschaftlich nicht so gut situiert sind, dass sie grosse Credit e beanspruchen könnten. Wir dürfen uns nicht täuschen. Es ist Thatsaehe, dass die Colonisation Bankerott gelitten hat und wir müssen ihr wieder auf die Beine helfen. Aber mit dem Oelde, das aus den armen Taschen gekommen ist, dürfen wir keine Experimente machen. Aber auch im Auslande dürfen wir nicht arbeiten: denn wenn das Geld im Auslände investiert würde und dann nicht flüssig gemacht werden kann, und wir nun eine Thätigkeit aufnehmen sollen, so kann es uns leicht geschehen, dass wir das Geld nicht herausbekommen können, und dann ist die Bank keine jüdische Colonialbank, sondern sie ist dann ein gewöhnliches (leschä ftsunternclnnen. Es wäre daher rathsam, einen Yermittlungsweg einzuschlagen und Commissionslager zu errichten, indem wir palästinensische Productc in Palästina absetzen. Wir könnten dadurch der jüdischen Colonisal ion in Palästina helfen und unsere Gelder im Auslande haben. Abgesehen von dem moralischen Erfolg können wir hier auch einen pecuniären erreichen: denn die meisten der reichen Leute stehen diesem Gedanken sympathisch gegenüber und möchten gerne helfen. Mit Hecht hat ein Vorredner bemerkt: 11011 olet. wir dürfen das Geld unserer Brüder nicht verschmähen. Wenn die Herren seilen., dass -,ie auch einen Nutzen davon haben, wenn es auch nur 1 Percent ist. so werden wir leichter einen Erfolg erzielen. Ich stelle also den Antrag, der Congress möge beschliessen: Die Bank nimmt ihre Thätigkeit sofort auf, die Capitalien müssen derart angelegt werden, dass sie absolute Sicherheit gewähren, keinesfalls nur in Palästina, aber auch keinesfalls nur im Auslande. Es muss derart eingerichtet werden, dass wir vom Auslande aus palästinensische Productc beziehen, anderseits die palästinensische Industrie unterstützen und dabei mit absoluter Sicherheit arbeiten. Del. Dr. Farbsteii) (zur Geschäftsordnung) : Wie mir bekannt ist. liegt im schweizerischen Parlament, wenn über einen Antrag berathen. bezw. abgestimmt wird, in der Pegel ein Bericht oder ein Antrag von der vollziehenden Behörde \~or, über den discutiert, der unter ["mständen einer Comniission überwiesen und über den später beschlossen wird: wenn ein derartiger Bericht oder Antrag nicht vorliegt, wird in der Pegel die Diseussion eine uferlose. Man weiss. 6

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