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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 75

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 75 (sequence 75)
Language
German, English, Hebrew
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erscheint, dennoch im allgemeinen als fruchtbar bezeichnet werden muss. Die Ursache, warum der dortige Boden nicht mehr Ernte ergibt, darf man nicht einer mangelhaften Beschaffenheit der natürlichen Verhältnisse, wie dem Grund und Boden oder dem Klima, zuschreiben, sondern diese Thatsache ist die einfache Folge der schlechten Bestellung oder des Umstandes, dass der Boden viele Jahre brach lag und gänzlich vernachlässigt wurde. (Zustimmung.) Ferner müssen wir uns vor Augen halten, dass bezüglich ihrer Handel Vorbedingungen der Umstand nicht verschwiegen werden darf, dass es in jenen Ländern so viel wie keine Strassen, noch weniger Eisenbahnen gibt, dass die Hafenplätze und sonstigen Verkehrsanstalten, noch hinter den denkbar schlechtesten Bestrebungen zurückbleiben. Wie können wir da vernünftigerweise erwarten, dass die Handelsbedingungen günstig liegen und sich unter solchen Zuständen überhaupt entwickeln lassen? (Sehr richtig!) Wie uns allen wohl bekannt ist, zählten die genannten Länder im Mittelalter zu den grössten Handelscentren, und wir sind überzeugt, dass sie unter vortheilhaften Umständen ihren guten Euf nicht nur wiedergewinnen können, sondern dass sie ihre ursprüngliche Ueppigkeit, ihr altes fruchtbares Gedeihen noch übertreffen würden. (Beifall.) Wenn ich nun an Sie, meine verehrten Zuhörer, die Frage richte, zu welcher der beiden Meinungen Sie sich wohl bekennen würden, welche Ansicht Ihnen als die richtige erscheint, möchte ich Sie bitten, für wenige Minuten jede Geschäftsanwandlung beiseite zu lassen und den Schluss aus den vorliegenden Thatsachen — und einzig und allein auf Grund der Thatsachen — zu ziehen und Ihr Urtheil zu fällen. Wenn Sie dies thun, Aver den Sie leicht erkennen, dass die Ansichten der Anti-Zionisten aber auch nicht durch eine einzige authentische Stimme Unterstützung finden, während alle Personen, die das Land kennen und es beschrieben haben, einstimmig erklären, dass d^ Anschauungen der Zionisten vollkommen richtig sind. (Hört, hört!) Es wird wohl, ich bin davon überzeugt, von allen Orten zugegeben werden müssen, dass eine der vorzüglichsten Autoritäten — wenn nicht absolut die grösste und beste — für die Kenntnis jener Länder der bekannte Schriftsteller und Reisende Oberst Conder ist, und. dieser hat in seinem vorzüglichen Werke „Tent Work in Palestineu (Palästina unter Zelten) bezüglich der agriculturellen Vorbedingungen Folgendes ausgesprochen: „Die Bevölkerung jener Länder ist unzureichend — es „wurde berechnet, dass Palästina zehnmal soviel Bewohner ernähren könnte, als gegenwärtig dort ihr Leben fristen — vorausgesetzt die Felder sind völlig bestellt, und zwar selbst dann, „wenn der Ackerbau nur mit den bisher üblichen rohen Werkzeugen und nach der primitivsten Art der dortigen Bauern betrieben würde." (Beifall und Händeklatschen.)

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