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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 60

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 60 (sequence 60)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Dr. Pazmanik: Werte Freunde! (Lebhafter Beifall.) Ich habe noch gar nichts gesagt. (Heiterkeit.) Meine werten Freunde! Ich bin zunr erstenmale auf dem Zionistencongress. Ich war schon sehr oft in europäischen Vertretungskörpern und habe mir vorgestellt, dass, nachdem der Bericht vorgelesen ist. darüber kritisiert wird. Statt dessen höre ich aber alles Mögliche reden, über Streitigkeiten in Rumänien, Streitigkeiten in Deutschland etc., aber über den Geschäftsbericht wurde absolut nichts gesagt. Ich bemerke zum Geschäftsberichte speciell Folgendes: Wenn wir auch zugestehen müssen, dass das engere A.-C. uns nur das geben kann, was die verschiedenen Vereine in den verschiedenen Ländern ihm geben, so schien, mir doch der Geschäftsbericht des engeren A.-C. eine gewisse Unklarheit zu enthalten. Es schien mir, dass zwischen dem nächsten Zwecke des Zionismus und der Gegenwartspolitik keine scharfe Grenze eingehalten wird und ich möchte wünschen, dass diese zwei Dinge streng auseinandergehalten werden. Denn wir werden nach meiner Ansicht sehr viel Unglück haben, wenn wir diese zwei Momente miteinander verwechseln. Und gerade das A.-C. als unser Führer sollte in dieser Richtung so bald als möglich Klarheit schaffen. Wenn Unklarheit herrscht, werden wir in der nächsten Zukunft sehr Unangenehmes erleben. Ich möchte ganz kurz als Schweizer Delegierter über den Zionismus ii? der Schweiz berichten. Da muss ich eine kleine Bemerkung machen. Ich. halte dafür, dass der Zionismus in der Schweiz eine specielle Bedeutung hat insofern, als neben England die Schweiz dasjenige Land ist, von dem wir hoffen können, dass in dem Momente, wo wir an die Lösung unserer Frage herantreten, das Volk, die Regierung unter Umständen uns nützlich sein kann. (Beifall.) Ich spreche dies umsomehr aus, als ich dazu einigermassen von einem Führer des schweizerischen Volkes offieiös ermächtigt wurde. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) In der Schweiz haben Sie drei Elemente von Juden, und zwar erstens dl.? Schweizer Juden, dann die russisch-polnischen Juden und endlich die russischjüdischen Studenten. Der Zionismus fusst erstens auf dem russisch-jüdischen Elemente, zweitens auf gewissen schweizerischen Elementen, z. B. in Basel und Zürich und speciell in Biel, wo die ganze Gemeinde zionistisch ist, wo die Gemeinde selbst Actien kauft. Ferner muss ich sagen, dass die russisch-jüdischen Studenten in Bezug auf den Zionismus mit Ausnahme der Studenten von Bern sehr wenig geleistet haben, obwohl wir in der Schweiz manche Generale des Zionismus haben. Diese Generale bilden einen Stab ohne Armee. (Heiterkeit und Beifall.) Ich muss noch auf eine rein principielle Frage hinweisen-. Wenn wir unter den schweizerischen Juden den Zionismus verbreiten wollen, sind wir gezwungen, und ich bitte in dieser Richtung gegen die russischen Zionisten nachsichtig zu sein, uns auf den humanitären Standpunkt zu stellen. Ich wende mich aber speciell an die russischen Zionisten und erinnere sie daran, dass sie auf den humanitären Zionismus nicht von oben herabsehen mögen. Unsere Führer kamen zu uns aus dem Lager der humanitären Zionisten und sind zu Vollzionisten geworden. So hoffen wir, dass auch die schweizerischen Juden aus humanitären Zionisten mit der Zeit Vollzionisten

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