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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 59

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 59 (sequence 59)
Language
German, English, Hebrew
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o'J müssen wir erst in der Lage sein, die Bank voll uhcl ganz zu completieren mit dem Capital, das sie benöthigt. Zweitens müssten wir vor allen Dingen den Jüdischen Nationalfond so gestalten,, dass er zu einer Wohlthat für das Judenthum und den Zionismus wird. Wenn wir das alles erreicht haben, dann können wir dazu sehreiten, einmal eine Besoldung des A.-C. eintreten zu lassen. Meine Damen und Herren! Wir dürfen uns nicht wundern, wenn heute in den verschiedenen Ländern die verschiedensten Ansehamigen über den Zionismus herrschen und dass selbst die Delegierten einer und derselben Stadt einander widersprechen. Der Zionismus ist noch ein junger Most, der sich ausgühren muss. Wir müssen erst von uns selbst lernen/um in die praktische Thätigkeit einzutreten. Wir haben auch in früheren Jahren den Fehler begangen, dass im grossen und ganzen zu viel gesprochen und zu wenig gethan wurde. Der einzelne Zionist muss rücksichtslos gegen sieh selbst sein, indem er Interessen opfert und den Zionismus obenan stellt, um persönliche Propaganda zu machen, aber nicht nur mit Worten, wie es Dr.-Jeremias gethan hat. Ich habe die Erfahrung gemacht — ich bin Kaufmann in Berlin — dass niemand zurückgesetzt wird, weil er Zionist ist. Im Gegentheil, er wird hochgeschätzt, denn was der Zionismus bisher geleistet hat, verdient von den Gegnern anerkannt zu werden. Ein Gegner des Zionismus, Herr Prof. Philippsohn in Berlin, hat selbst anerkannt, dass, wenn das Judenthum neu belebt würde, dies nur die Zionisten zustande gebracht haben. (Lebhafter Beifall.) Ich möchte Ihnen daher empfehlen . . . (Schlussrufe.) Vicepräsident Dr. Nor'dau: Ich mache darauf aufmerksam, dass noch vieie Redner zum Worte gemeldet sind, es also nothwendig ist, die Zeit zu sparen. Gabriel: Bei uns fehlt das Geld für die Bank, es fehlen uns aber auch die Männer der That! (Beifall.) Del. L. Burstein (Leipzig) : Ich gestatte mir, den Antrag auf Schluss der Debatte zu stellen und ihn folgendermassen zu begründen: Wir sind hierhergekommen, um den Bericht des Oomites anzuhören und zu kritisieren. Bisher wurden aber nur persönliche Meinungen zum Ausdruck gebracht. Der beste Beweis, dass sehr w^enig gearbeitet wurde, ist der, dass die einen den Bericht kritisiert, die anderen ihn gelobt haben. Dieser Widerspruch beweist, dass - Dr. Jeremias und ich als Leipziger Delegierter können dies bekräftigen — dass wenig gearbeitet wird. Wer gearbeitet hat', das sind nur die Bussen. Ich beantrage damit Schluss der Debatte ohne Anhörung der vorgemerkten Redner. Vicepräsident Dr. Nordau: Nach der Geschäftsordnung ist hierzu Zweidrittel-Majorität nothwendig. (Es wird der Antrag Bursteins ins Russische, Französische und Englische übersetzt.) Wir schreiten nunmehr zur Abstimmung. Diejenigen, welche für Schluss der Debatte ohne Anhörung der vorgemerkten Redner sind, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Der Antrag ist abgelehnt. Es liegt nunmehr der Antrag auf Schluss der Debatte m i t Anhörung der vorgemerkten Redner vor. Hier genügt einfache Majorität. (Dieser Antrag wird angenommen.) Es kommen noch die eingezeichneten Redner zum Worte und zwar demnächst Herr Dr. Pazmanik.

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