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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 11

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German, English, Hebrew
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11 viel war Begründerin und Direetorin des Mädchenvereines „Chibas Zion" xuid hat am zweiten Congresse diesen Verein vertreten. Auch sie ist im jugendlichen Alter gestorben. In Italien ist einer unserer besten und treuesten Mitarbeiter, der Herausgeber der „LTdea Sionista" in Modena,, Universitätsprofessor Adv. Conegliani vor 8 Tagen im blühenden Alter von 36 Jahren plötzlich verschieden. Erlauben Sie, dass ich diesem Nekrologe auch noch ein Wort der Erinnerung an einen Mann hinzufüge, der wohl schon länger todt ist, aber in unser aller Erinnerung lebt. Das ist Dr. Pinsker in Odessa. In diesem Jahre hat sich sein Todestag zum zehntenmale gejährt. Sie wissen, was dieser Mann geleistet. Sein Werk „Autoemancipation" ist durch keines der späteren Werke auch nur erreicht worden. Ich glaube, dass ich diesen Nekrolog nicht besser und würdiger beschliessen kann, als indem ich Sie bitte, unserem grossen Vorkämpfer Pinsker unser herzliches Andenken zu wahren. Ich werde im Protokolle auch noch feststellen lassen, dass Sie, meiner Aufforderung zuvorkommend, durch Erheben von den Sitzen das Andenken unserer theuren Todten geehrt haben. (Allgemeine Zustimmung. ) Der nächste Punkt der Tagesordnung ist der Rechenschaftsbericht des Actions-Comites. Herr Architekt Oscar Marmorek wird den Bericht über den allgemeinen Theil erstatten. Yice-Präsident Dr. Nordau (den Vorsitz übernehmend) : Das Wort hat der Herr Berichterstatter. Arch. Oscar Marmorek : Indem wir uns heute zum fünftenmale und nach einem Intervalle wieder in dieser gastlichen Stadt versammeln, steigt wohl von selbst die Erinnerung an unseren ersten constituierenden Congress auf und regt zu Vergleichen und Betrachtungen an. Nur etwas mehr als vier Jahre sind seit diesem historischen Momente vergangen, ein Zeitraum, der in der Geschichte der Völker und gar in der unseres alten Volkes minimal ist — und welcher Unterschied zwischen damals und heute! Vor fünf Jahren ein fast tollkühnes Wagnis, an dessen Gelingen selbst begeisterte Anhänger unserer Idee zweifelten — ist der Congress heute eine tief eingelebte ständige Institution geworden (lebhafter Beifall), dessen Entfallen eine Lücke nicht bloss im zionistischen Lager, sondern in der gesammten Judenheit hervorrufen würde. Denn der Congress ist heute die Vertretung der gesammten Judenheit, die Tribüne für alle jüdischen Schmerzen und Hoffnungen, aber auch die Stätte, von. der fruchtbare Anregungen, ein neues Leben, ein frischer Hauch ausgeht, den selbst jene gerne wehen sehen, die an die Erfüllung unserer Pläne noch nicht recht glauben wollen. (Beifall.) Die bösen Propheten, an denen es uns auf unserem kurzen,

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