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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 10

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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10 Wir haben jetzt noch ein Formale zu erledigen, d. i. die Geschäftsordnung. Wie Sie wissen^ haben wir seit dem 3. Congresse eine Geschäftsordnung, die uns bisher gut gedient hat. Wir beantragen, dass Sie diese Geschäftsordnung, die gedruckt vorliegt und Ihnen von früher bekannt ist3 in der bisherigen Form annehmen. Diejenigen, die für die Beibehaltung der bisherigen Geschäftsordnung sind, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Die Geschäftsordnung ist angenommen. Icli habe jetzt die traurige x\ufgabe, dem Congresse mitzutheilen, dass wir in diesem Jahre einige unserer guten Gesinnungsgenossen durch den Tod verloren haben. (Die Versammlung erhebt sich.) Wir beklagen heuer in Deutschland den Verlust des Gesinnungsgenossen Dr. Bernhard Colin ans Berlin. Er widmete sich noch in vorgerücktem Alter mit jugendlicher Begeisterung unserer Bewegung, und die verschiedenen .Flugschriften, die er verfasste, haben uns in der Propaganda unserer Idee die besten Dienste geleistet. Sie alle widmen gewiss diesem vortrefflichen Manne ein ehrendes Andenken. (Allgemeine Zustimmung.) In England haben wir den Vicepräsidenten der English Zionist Federation Mr. Benjamin Eitter verloren. Kitter war gleichzeitig Präsident der vereinigten Sharesclubs und Präsident der ersten zionistischen Synagoge. Er war sehr eifriger Zionist und ein lieber Mensch, an den Sie sich gewiss erinnern. In Eussland beklagen wir den Tod des Herrn Abr. Hirsch Glüeksmann aus Lodz. Auch er war unserer Bewegung mit Leib und Seele zugethan und benützte jede Gelegenheit, für dieselbe zu wirken. Er propagierte unsere Idee in Wort und Schrift und war seiner Familie ein leuchtendes Beispiel eines guten jüdischen Hausvaters. Ferner haben wir in Eussland verloren Eabbiner Fried aus Sebastojpol In New-York verschied Mr. Schulmann, der eines der ältesten Mitglieder der Choveve Zion war und sich unserer Bewegung mit ganzem Herzen angeschlossen hat. In Wien hat die zionistische Gemeinde zwei junge liebe Mensehen verloren: Frl. Eosa Kollmann und Alfred Chodrower. Frl. Kollmann war eine der thätigsten Mitarbeiterinnen an der Einrichtung der Toynbeehalle in Wien, der wir so schöne Eesultate zu verdanken haben. Unmittelbar nach dem Olmützer Parteitage ist dieses liebenswürdige, junge Geschöpf gestorben. Alfred Chodrower war ein alter Herr der berühmten Wiener Verbindung Kadimah; er ist plötzlich im blühendsten Alter hrnweggerafft worden zum Schmerze aller derjenigen, die ihn gekannt haben. Er war ein lieber Mensch, den wir schmerzlieh vermissen werden. Er hat sich besonders um die Agitation in Ungarn verdient gemacht. Unsere Gesinnungsgenossen in Eumänien haben den Verlust des Herrn Hillel Kahane und der Frau Eebekka Moscoviei zu beklagen. Kahane war Lehrer und Director der jüdischen Knabenschule in Botoschani und Verfasser einer Geographie in hebräischer Sprache. Frau Moseo-

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