Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 260 (sequence 260)
- Language
- German, English, Hebrew
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— li<i(> — Trust vorgehen wird, soll er unsere jüdischen Arbeiter, die Pionniereder jüdischen Sache, fruchtbringend verwenden. Es ist ja himmelschreiend, dass diese tüchtigen, ackerbaufleissigen, wackeren Arbeiter in die Notwendigkeit versetzt sind, die Heimat zu verlassen, um anderswo günstigere Verhaltnisse aufzusuchen. Dieser Theil unserer Volkskraft muss dem Lande erlialten bleiben. Das ist auch Pflicht der Zionisten. Wir Zionisten, haben uns nur gegen Klein-Golonisation und colonisatorischen Schmuggel in Palästina gestraubt, nie aber gegen die Besiedlung der im Lande vorhandenen Elemente. Ist ja auch das ein Beschluss des zweiten Baseler Gongresses. Aber auch in diesem Falle darf unser Trust seine Hauptaufgabe ins Auge fassen. Wir sollen uns nicht durch das Gefühl allein verleiten, sondern auch die Vernunft walten lassen. Wäre da der Philosoph Plato, hätte er gesagt: nWir wollen keinen zweitbesten, sondern einen Vernunftstaat gründen." Sollte es dem Trust nicht beschieden sein, schon in nächster Bälde irgend welche Unternehmen in Palästina ins Leben zu rufen, bei dem unsere Arbeiter Verwendung linden könnten, so möge vom Gongress zu ihren Gunsten Etwas geschehen. Der Gongress möge einen Aufruf an alle Zionisten und an die jüdischen Golonisationsgesellschaften ergehen lassen. Wollen wir aber, meine hochverehrten Anwesenden, mit gutem Beispiele vorangehen und hier zur Vergrösserung der Arbeiterfonds beisteuern. Mögen die Zionisten ihre Schuld und Pflicht thun. Der Trust soll aber die im gegebenen Momente notwendige Bahn einschlagen, um auf die wirtschaftlichen, culturellen und nationalen Verhältnisse in Palästina einzuwirken. Er muss entweder die Kolonisation en gros ermöglichen, oder irgend welche C o n c e s s i o n e n, vom j ü d i s c h - n a t i o n a 1 e n Standpunkte werthvolle, erwirken. Dies ist das nächste Problem, das unser Trust zu lösen hat. An seiner Verwirklichung müssen wir alle arbeiten und alle unsere Kräfte anspannen, denn 2^ Millionen genügen nur für den Beginn der Operationen, nicht aber für die Erreichung des grossen erhabenen Endzweckes. Das soll uns begeistern und als Richtschnur in unserer Thätigkeit dienen. Werden wir es thun, dann wird sich der jüdische Volkswille in eine vollendete Thatsache verwandeln. Und wollen ist können. Können ist aber für uns die Verwirklichung unseres Ideales, unseres heissen Sehnens nach den weiten Horizonten unseres Heimatlandes, können ist für uns das Ende unserer Martyrologie, können ist für uns die Ermöglichung der Entfaltung aller unserer physischen,, geistigen, moralischen und wirthschaftlichen Kräfte und die Schaffung einer rationellen Basis unseres Fortkommens in allen diesen Beziehungen, können ist für uns der Beginn der grossen cultureliwirthscliaftlichen Arbeit Israels, nicht nur zu seinem Nutz' und Frommen, sondern auch für die ganze Menschheit, können ist für