Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 259 (sequence 259)
- Language
- German, English, Hebrew
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— er><> — Fehler, der sich stark rächen könnte. Nicht auf eine Verminderung, sondern auf eine stetige Vergrösserung des baren Cassabestandes müssen wir bedacht sein. Bis zur Eincassierung des nöthigen Minimums konnte der Trust, was auch nicht statutenwidrig ist, einem Uebel abhelfen und zwar dem völligen Mangel an einem Arbeitsplan in Palästina. Dieser ist richtig nicht herzustellen, solange unsere Auskünfte über Land und Leute, über Boden und Klima, import- und exportfähige Waren und überhaupt über die Möglichkeit des national-wirtschaftlichen Fortkommens in den einzelnen Ortschaften so dürftig wie es heutzutage der Fall ist, sind. Es ist wohl Ihnen, meine hochverehrten Anwesenden, bekannt, wie vergebens unser Gesinnungsgenosse, Ingenieur Ussischkin mit den bestehenden Colonisations-Vereinen um eine gemeinsame diesbezügliche Arbeit sich bemühte. Der Gongress möge jetzt entscheiden, ob nicht etwa angezeigt sei, dass unser Trust irgend welche Schritte mache, um sämmtliche physische und wirtschaftliche Verhältnisse des Landes zu erforschen, die praktischen Erfahrungen zum Gewinn einer besonderen colonialen Technik festzustellen und überhaupt sich über jede einzelne Gulturarbeit, Wegebau-, Bewässerung und Entwässerung, Bewaldung etc. klar zu werden. Es kann kaum einem Zweifel unterliegen, dass wir im Zeichen des herannahenden Beginnes der Operationen unserer Bank stellen. Der Gongress wird es nicht unterlassen, seinem Executivorgan eine Directive zu ertlichen, welchem Zweige eben der Operationen er sein Augenmerk zuwenden soll. Bei Beantwortung dieser Frage muss insbesonders hervorgehoben werden, dass der Trust nicht nur Theile unserer Arbeit, Capitals und Intelligenz nach Palästina und Syrien zu übertragen, sondern auch und zwar vor allem unsere Nationalität anzusiedeln habe. Alles was der Trust leisten wird, muss einen gewissen Wert vom jüdisch-nationalen Standpunkt haben. Das ist seine Hauptaufgabe. Ob sich seine Golonisationsthätigkeit financiell rentieren wird, das mag fraglich sein. Eines muss aber feststehen, dass seine Colonisationsarbeit vom jüdisch-nationalen Standpunkte sich rentiere. Die finanzielle Rentabilität und die culturelle Wirksamkeit der Colonisationsgesellschaften stehen in der Regel in einem umgekehrten Verhältnisse zu einander. Je grösser und je schwieriger die cultur-politischen Ziele zu erreichen sind, desto mehr tritt die Möglichkeit oder die Höhe der Rentabilität zurück. Mit welcher Arbeit wir in Palästina beginnen, ob wir die unbebauten, brauchbaren Landflächen in Angriff nehmen oder uns um irgendwelche technische oder gewerbliche Goncessionen bewerben werden, darüber sind wir uns jetzt noch nicht klar. Eines steht fest, dass wir zur praktischen Arbeit auf diesem Gebiete in nächster Zeit übergehen müssen. Aber mit welchen Arbeiten auch immer unser 17*