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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1900-01-01 · 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900 · p. Seite 252

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
Date
1900-01-01
Page
Seite 252 (sequence 252)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Ist auch unser Trust eine Golonial-Gesellschaft, hat auch ersieh als Ziel durch Errichtung von Ackerbau-, Bergbau-, Handcls- Colonien etc. etc. einen Theil des wesl asiatischen Gontinents einer durchgreifenden culturellen Einwirkung jüdiseheyseits zu unterziehen, doch existiert ein gewaltiger Unterschied zwischen ihm und seinen Namensvorwandten. (Zustimmung.) Colonial-Gesellschaften anderer Völker dienen zurAblösung einzelner Tlieile der Volkskraft des Mutterlandes, unser Trust soll . die zerstreuten- Tlieile unseres Volkes unter einem llimmclstriehe v e r e i n i g e n. Jene dienen zur Schaffung von Colonien als T ü chte r s t a a t e n, die in einem festeren oder loseren Zusammenhang zu ihrem ►Stammiaud stehen, unser Trust bezweckt die Schaffung eines H e i m w e s e n s f ü r heimatlose Ki n d e r eines Volke s. Zum erstenmale wird unserem Vorstelluugkreise die Idee einer Colonie ohne S t a m m I a n d eigen werden. Wir haben noch bisnun Colonisten ohne eigentliche Kolonien. Der Trust soll die nnthige Ergänzung herbeisehaflen. Aber nicht nur das allein macht unseren Trust zu einem Unicum. Jene Colonial- Gesellschaften sind formell mehr oder weniger private Unternehmungen, hinter denen aber Regierungen versteck* sind. Kein Wunder, dass die letzten ihnen die mächtigste Unterstützung und die allergrösste Föiderung ihrer Interessen angedeihen lassen. Nicht in irgend einer Regierung, sondern einzig und allein in dem jüdischen Volk hat unser Trust seinen Rückhalt, diesem Willen allein dankt er sein Entstellen, und von seinem Ideal ist er getragen. Die Regierungen wollen sich nicht immer von Anlang an in jedem eolonialen Unternehmen ganz offen engagieren. Hat die gegründete Colonial-Gesellschalt Erfeig, heimst die Regierung die gezeitigten Früchte ein. Missglückt sie. dann hat Meli die Regierung nicht blamiert. Nicht so ist es mit unserem Trust bestellt. Er ist ein jüdisch-nationales Werk, er ist von welthistorischer Tragweite nur, wenn er die jüdiseh*nationale Sache friedlich austragen würde, wenn er im Namen des jüdischen Volkes handeln und wirken dürfte. Das ist unleugbar. Das jüdische Volk, das allein bei der Schaffung des Trust betheiligt ist, ladet auf sich die Verantwortlichkeit für die Geschicke dieses Instituts. Das erheischt grosse Vorsicht im ganzen Verfahren, Und wenn den Regierungen diese Vorsicht nicht erspart bleiben kann, so werden auch wir sie gewiss ins Auge fassen müssen. Aber schon auch dann, wenn die Regierungen nicht frei und offen an einem Golonial-Unternehmen sich betheiligen wollen und können, bieten sie, wenn wichtige politische und ökonomische Interessen im Spiele sind alle ihnen zu Gebote stehenden Mittel auf, um die Existenzfähigkeiten und Wirkungskraft der entsprechenden Colonial-Gesellschaften zu sichern. Darauf ist es zurückzuführen, dass wir schon seit dem

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