Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 247 (sequence 247)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3476254-3476262--1319-3477455- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
woran -er verbluten kann, so muss ich zunächst das Verbluten verhindern, dann werde ich erst für den Magen sorgen. Ich schlage folgendes vor: Es ist Pflicht der jüdischen Vereine, für die Bank zu sorgen und wenn ein Verein nichts thun kann, weil er schon alles gethan hat. muss man Credit schaffen. Wir werden dafür sorgen. Selbstverständlich können wir es auch dem Actions-Comite überlasspn, eine Commission zu bilden, um weitere Schritte zu thun. Also mein Antrag geht dahin, dass wir von vornherein für die Bank sorgen und zugleich für kleinen Credit. Präs. Dr. Herzl: Es liegen mehrere Anträge vor. Zunächst der Antrag des Permanenz-Ausschusses, welcher dahin geht (liest): Für den Wirtschaftsausschuss wurden vorgeschlagen die Herren : Berthold Feiwel aus Brünn, Leo Motzkin aus Berlin, Rechtsanwalt Kosenbaum aus Minsk, Dr. Rosenheck aus Kolonien, Dr. Isidor Marmorek aus Wien. Es wird beschlossen, dass diesem ständigen Ausschüsse das Recht zustehe, Mitglieder für die hiebei in Krage kommenden Landestheile zu cooptieren und dass die Landsmannschaften die geeigneten Persönlichkeiten einem der Obgenannten von Fall zu Fall bekannt zu geben haben. Diejenigen, die mit diesem Antrage einverstanden sind, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Del. Rappaport: Ich schlage Herrn Temkin vor. Del. Dr. Katzenelson: Ich beantrage, so viel als möglich, Kaulleute zu wählen. Del. Gabrilovicz: Ich bin vollständig der Meinung, dass diese Herren keine Specialisten sind. Del. Lebenhardt: Ich schlage vor, dass diese Commission nicht aus lauter Juristen bestellen soll. Es sind Leute nothwendig, welche in der Wirtschaft praktische Kenntnisse haben. Del. Gewitsch: Ich muss, da ich im Permanenzausschuss bei der Berathung anwesend war, eine Aufklärung geben. Es wurde der Grundsatz festgehalten, dass diese Herren ein sogenanntes engeres Comite bilden sollen und dass sodann, wenn sich geeignete Kräfte für diesen Zweck linden sollten, diese von den Herren cooptiert werden können. Jeder, der glaubt, im Ausschuss thatkräftig mitarbeiten zu können, kann sich an einen der genannten Herren wenden, welcher dann seine Cooptierung im engeren Ausschusse beantragen wird. Vors. Dr. Herzl: Ich glaube, dass es nicht schaden kann, wenn dieser Vorschlag aus dem Congress heraus gemacht wird. Vielleicht sind die Herren damit einverstanden, dass wir die Nennung dieser Namen den Landsmannschaften überlassen. (Lebhafte Zustimmung.) Del. Weinmann: Ich glaube, dass es unbedingt, erforderlich ist, dass in dieses wirtschaftliche Comite Vertreter aller Länder entsendet werden, welche genau die wirtschaftlichen Verhältnisse der betreffenden Länder kennen, gleichviel ob es nun Geschältsleute oder Juristen sind. Der Beruf spielt da nicht die Hauptrolle, sondern die Kenntnis der wirtschaftlichen Verhältnisse der Länder. Del. Gabrilovicz: Ich glaube, dass die Herren, welche vom Congress in einen derartigen Ausschuss entsendet werden, in anderer Weise sich bethätigen werden, als diejenigen, welche bloss von emem Ausschusse cooptiert sind. Vors. Dr. Herzl: Das ist wirklich eine müssige Debatte. Ich glaube, dass wir die hier genannten Herren dem Comite jedenfalls übergeben und die Cooptierung weiterer Personen dem Comite anheimstellen. Es sind folgende Herren genannt: Barbasch (Odessa), Katzeneis ohn (Libau), Gabrilowicz (Minsk), Siotopoiski (Kiew), G o 1 d b e r g (Wiina), Greg. Lourie (Pinsk), Temkin (Krementschuk),