Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 248 (sequence 248)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 2iS — Poliak (Minsk). Ich ersuche diejenigen Herren, welche für die Wahl der von der Fermanenz-Commission candidierten und der auch hier genannten Herren sind, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Der Antrag ist angenommen. Es liegt ferner der Antrag des Herrn B ragin vor, des Inhaltes: „Angesichts dessen, dass die Heining der materiellen Lage des jüdischen Volkes in das Programm des Zionismus hineingehört, fasst der Congress folgenden Beschluss: Die Zionisten sind überall verpflichtet, die Gründung verschiedener Vereine und Genossenschaften zur Hebung der materiellen Lage der Juden ins Leben zu rufen.- Ich glaube, das ist nur ein Wunsch, der vom Cengresse ausgesprochen wird und der als solcher keinen Widerspruch findet. (Zustimmung.; Eine Abstimmung darüber halte ich demnach für überflüssig. Verschiedene andere Antrage beziehen sich darauf, dass eine wirtschaftliche Commission gewühlt werde. Das ist bereits geschehen. Jetzt liegt noch ein Antrag des Herrn Delegierten Losinsky vor, dass die Federation of America dafür Sorge trage, dass in den Veieinigten Staaten und Canada Hilfs-Comites eingesetzt und Institute errichtet werden. Ich glaube, dass auch dieser Antrag, der einen Wunsch in sich schliefst, auf keinen Widerspruch stossen wird. ^Zustimmung.) Dann liept ein Antrag des Herrn Delegierten Auerbach vor, der Congress möge beschliessen, einen Hilfsfond zu gründen, um unglücklichen Armen Unterkunft zu schalten u. s. w. ich weiss nicht, wie wir da über eine Resolution hinausgehen köunten. Ks ist das jedenfalls ein frommer Wunsch, der ausgesprochen wird. Wenn solche Hilfsfonds von Vereinen geschaffen werden und bei den Landes-Comites zusammenfliessen sollten, so werden diese gewiss dafür sorgen, dass, wenn Fälle eine augenblickliche Unterstützung, einen Credit nothwendig machen, dieser gewährt wird. Ich glaube. Herrn Dr. Auerbach wird es genügen, wenn dies liier verkündet wird. Del. Auerbach: Wenn der Congress nicht die Notwendigkeit anerkennt, j-o wird nichts geschehen und es wird dies nur ein Wunsch bleiben. Vors. Dr. Herzl: Ja. in welcher Weise wollen Sie denn die Vereine zwingen V Del. Auerbach: Jeder Verein soll verpflichtet sein, einen Beitrag zu liefern und zunächst wird ein Hilfsfond geschaffen für ausserordentliche Fälle des Nothstandes. Del. Rosenthal: Ich fasse das als Resolution auf; denn einen Beschluss kann man darüber noch nicht fassen. Vors. Dr. Herzl: Ich glaube, es ist genügend, wenn der Congress diesen Wunsch ausspricht. Falls sich diese Hilfsfonds bei den einzelnen Landes-Comites ansammeln sollten, so wird es diesen überlassen bleiben, in solchen Fällen von plötzlicher Noth das Erforderliehe zu veranlassen. Es dürfte genügen, wenn wir das in Form eines Wunsches des Congresses zum Ausdrucke bringen. Del. Dr. Rosenbaum: Wird eine derartige Resolution wenigstens so weit bindend sein, dass das Actions-Comite sich verpflichtet fühlt, den Vereinen eine diesbezügliche Anregung zu geben? Vors. Dr. Herzl: Sie können ja dem Actions-Comite den directen Auftrag geben, die Vereine dazu aufzufordern. Del. Dr. Rosenbaum: Dann bitte ich um dieses Amendement. Vors. Dr. Herzl: Das ist also ein Antrag, der einen bestimmten Auftrag enthält. Der Antrag geht dahin, dass das Actions-Comite beaufragt werde/ einen Schritt in dieser Beziehung zu thun und alle