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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1900-01-01 · 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900 · p. Seite 246

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
Date
1900-01-01
Page
Seite 246 (sequence 246)
Language
German, English, Hebrew
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- i>tO - Staaten und in Canada dafür Sorge tragen, dass in diesen Ländern Hilfseomites eingesetzt und Institute geschaffen werden, weiche den jüdischen Emigranten in der ersten Zeit ihrer Ankunft in den betreffenden Landern mit Rath und That beistehen. Dieser. Antrag bedarf keiner näheren Begründung. Die Sache ist Jedem bekannt, der sich mit der Sache abgibt. Präs. Dr, Herzl (den Vorsitz übernehmend): Herr Delegierter T olko w s k i hat das Wort. De!. Tolkowski; Geehrte Versammlung! Der Zweck meines Sprechens ist, dem Aetions-Comite eine Anregung zu geben zu folgenden Ideen: Es wäre zweckmässig, an einem Punkte eine ökonomische Hochschule zu errichten, wo junge Leute im Ackerbaue theoretisch und praktisch unterrichtet werden können. Es würde sich dies aus dem Grunde empfehlen, weil diese jungen Leute nicht bloss zu Landbauern, sondern auch zu Leitern von Colonien herangebildet werden könnten. Die städtischen Terrains sind den Juden zugänglich und die jungen Leute könnten dann Colonien bilden. Es würde diese Idee beim Volke beliebt werden und es würden sich Leute finden, die diesem Berufe sich gerne widmen werden, wodurch andere Branchen, die überfüllt sind, eine Ableitung finden könnten. ' Dies wäre auch insoferne von Nutzen, als dadurch ein Kern gebildet werden würde für die Ackerbauern, die wir später nothwendig haben werden. (Beifall.) Del. Schur (Chicago): Ich möchte ein Wort sprechen zur Hebung des jüdischen Volkes in Amerika. Es sind in Amerika mehrere Agrieultur-Colonien, welche nach vieler Mühe und Anstrengung gedeihen und wir sollten, statt Hausierer, die mit dem Korb herumgehen und verachtet sind, lieber diese Agrieultur-Colonien unterstützen. Diese fänden dadurch auch eine moralische Unterstützung, wenn sie von hier aus gefördert würden. (Beifall.) Del. Auerbach: So wichtig und schön auch die vorliegenden Vorschläge für die wirtschaftliche Hebung der Juden sind, so sind sie nicht ohneweiters ausführbar und in Kussland durch die dort bestehenden Gesetze unmöglich gemacht. Ich will daher über diese Vorschläge nicht sprechen. Aber da wir doch wenigstens etwas Positives schaffen wollen und angesichts der traurigen Lage der Juden schaffen müssen, so erlaube ich mir folgenden Antrag dem Congresse vorzulegen : „1. Der Congress beschliesst, einen Hilfsfond zu gründen, um unglücklichen jüdischen Armen Unterkunft zu verschaffen, eventuell augenblickliche Unterstützung zu gewähren. *2. Jeder Verein ist verpflichtet, nach Verhältnis seiner .Mitgliederanzahl einen jährlichen Beitrag für den Hilfsfond zu entrichten Dieser Antrag bietet nicht viel, aber es ist doch besser, als nichts. Ich bitte den Antrag anzunehmen; ich bin überzeugt, dass die Kabbinen, deren Wünschen wir heute so sehr Keehnung getragen haben, nunmehr zeigen werden, was sie für die zionistische Agitation thun und dass sie zu diesem Hilfsfonde beitragen werden. Del. Dr. Awinowizki: Ich habe mich gestern entschieden dagegen ausgesprochen, dass Landescomitcs geduldet werden, um für unsere- Jugend Unterkommen zu finden, muss aber wärmstens empfehlen, dass wir die wirtschaftliche Hebung bei uns wirklich in Angriff nehmen. Das ist unsere Pflicht, weil wir wissen: mens sann in corpore sano. Es kann der Geist nur dann gesund sein, wenn der Körper gesund ist; unser Programm muss also dahin gehen, ein gesundes Volk zu schaffen. Ich möchte daran erinnern, dass wir etwas praktisch sein müssen. Wenn ich als Arzt sehe, dass ein Hungriger noch eine Wunde bekommt,

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