Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 244 (sequence 244)
- Language
- German, English, Hebrew
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- i>U — Marmor ek, in den ständigen Ausschuss wählen, und dass diesem standigen Ausschusse das Hecht zustehe, für die hierbei in Frage kommenden Landestheile Mitglieder zu cooptieren, Korrespondenten zu ernennen. Die Landsmannschaften hätten die Pflicht, die geeigneten Persönlichkeiten einem der obgenannten Herren von Fall zu Fall bekannt zu geben. Im Interesse der Sache, diesen Vorschlag anzunehmen, bittet Sie das Permanen/.-Comite. Del. Dr. Bruck (hält eine Rede in russischer Sprache. — Nach einiger Zeit): Vors. Dr. Gaster: Ich muss den Herrn Redner aufmerksam machen, die Zeit ist um. Gleichzeitig bitte ich Herrn Dr. Tschlenow, die Rede ins Deutsche zu übersetzen. Del. Dr. Tschlenow : Herr Bruck bedauert, dass diese Frage seitens der Delegierten so wenig Aufmerksamkeit gefunden hat, und meint, dass die Frage sehr wichtig ist. Er dankt auch Herrn K a tzonelso h n, welcher in so gründlicher und gediegener Weise gesprochen hat. Er meint aber, dass er in seinem Referate mehr über die Notliwendigkeit, zuhilte zu kommen, gesprochen habe. Es ist eine uns bekannte und auch liier bekannt gewordene Thatsache, dass die Frage eines zweiten Schillings für den Schekel in England und Amerika sehr viel Erregung hervorgerufen hat. Del. Rosenthal: Ich möchte beantragen, dass der Präsident den Congross befrage, ob, da die Debajtte sehr wichtig ist, die Zeit für die einzelnen Redner nicht verlängert werden könnte. Vieepräs. Dr. Gaster: Wir können nicht jeden Augenblick vor- und rückwärts votieren. Was vorhergegangen ist, lässt sich nicht ändern. Die Zeit ist beschränkt. Das Bankett wird um 8 Uhr oO Min. stattlinden. Del. Gabrielowicz spricht russisch. Del. Dr. Tschlenow (übersetzt): Der Redner meint, dass wir mit unseren schwachen Kräften viel leisten könnten : die Zionisten müssen in jeder Stadt wirken, dann wird die Zahl der Zionisten sich vergrössern. Del. Herbst: Ich stelle den Antrag auf Schluss der Rednerliste. Vieepräs. Dr. Gaster: Ich bin unter dem Eindrucke, dass die Rednerliste schon geschlossen ist. Ich habe mitzutheilen, dass die Permanenz-Coinmission weiterarbeitet, und dass die Mitglieder derselben ersucht werden, an der Arbeit theiizunehmen. Del. Weinmann: Wie schon hervorgehoben wurde, ist von den Themen, die bisher auf dem Congresse besprochen wurden, zweifellos die wirtschaftliche Hebung der Juden das Wichtigste, denn es bezieht sich nicht nur auf abstraete, theoretische, historische, religiöse oder humane Erörterungen, deren Notwendigkeit gewiss auch nicht zu bestreiten ist, sondern auf praktische, jetzt schon erreichbare Ziele, die reale Voraussetzungen haben. Meine Ausführungen werden sich hauptsächlich den letzteren zuwenden und ich werde versuchen, dieselben in möglichster Kürze hier nach wirtschaftlichen Rrincipien zu besprechen. Der Zionismus als nationale Lebensäusserung bedarf wohl ebensowenig einer Rechtfertigung, wie der Selbsterhaltungstrieb aller Lebewesen überhaupt und er ist nichts anderes, als der befreiende Athemzug des endlich erwachten jüdischen Volkskörpers. Man kann eine Existenzberechtigung niemals durch Worte nachweisen, sondern man muss ihnen durch Thaten unbedingt Geltung verschaffen. Der Zionismus ist auch eine sociale Reformbewegung und