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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1900-01-01 · 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900 · p. Seite 230

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
Date
1900-01-01
Page
Seite 230 (sequence 230)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476262--1302-3477438
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kein Gapitalismus. Während in diesem Rayon bezüglich des Handels 22 Rubel per Kopf der Bevölkerung entfallen, kommen im Moskauer Rayon 252 Rubel, im Petersburger Rayon 653 Rubel auf den Kopf. Wie gestaltet sich nun die Lage der Juden in diesem Rayon? Ich werde die einzelnen Gebiete kurz fassen. Zuerst ist der Grosshandel. Es heisst, dass der Grosshandel in den Händen der Juden liegt. Wie unwahr diese Behauptung ist, mögen Ihnen folgende Zahlen beweisen. Kaufleute erster und zweiter Gilde gibt es 20.014, jüdische Kaufleute erster und zweiter Gilde 11.108, also im ganzen 47 Percerit. Während also die Bevölkerung der Juden 00 Percent beträgt, macht die Zahl der jüdischen Kaufleute erster und zweiter Gilde nur 47 Percent. Noch praktischer wird es sein, wenn wir die Zahlen der Kaufleute erster und zweiter Gilde vergleichen. Kaufleute erster Gilde sind im Rayon 700, darunter 238 Juden oder 31 Percent, die jüdische Bevölkerung aber, ich bitte, das im Auge zu behalten, ist 00 Percent. Die Juden haben also die Hälfte soviel Kaufleute erster Gilde, wie die nichtjüdische Bevölkerung. Noch schlimmer gestaltet sich der Umsatz. Dieser beträgt 3801 Rubel per Kaufmann, während er bei den Nichtjuden 5300 per Kaufmann beträgt. Nun möchte ich zu einem anderen Gebiete übergehen, von dem man glaubt, dass es ausschliesslich in jüdischen Händen ist, zum Kleinhandel. Auch das ist nicht wahr, und zwar noch ofticiellen, statistischen Daten nicht wahr. Sämmtliche Handelsscheine der Juden betragen 47-8 Percent bei 00 Percent der Bevölkerung. Wir wollen aber diese Geschäfte nicht ihrer Zahl nach nehmen, sondern nach ihrem Umsätze. Ein bekannter französischer Schriftsteller schreibt, er habe selten ein Geschäft gesehen, welches mehr als für 100 Rubel Waren gehabt habe. Der Umsatz in diesen Geschäften beträgt 3 Rubel täglich, der Verdienst 20 bis'00 Kopeken pro Tag bei vierzehnstündiger Arbeitszeit. Es wird die Herren vielleicht interessieren, die diesbezüglichen Ziffern anderer Städte zu vernehmen. In Minsk kommt ein Geschäft auf zwei Häuser oder 20 Einwohner, inGrodno auf 15 Einwohner. Die Leute haben in diesen Geschäften natürlich nichts zu thun. Man weiss auch, dass die Leute nichts besitzen und halb und halb verhungern. Von diesen weniger interessanten Daten will ich zu etwas Wichtigerem übergehen, und zwar zu den Nachweisungen über die Handwerker in Russland. Die Zahl der jüdischen Handwerker beträgt nach den neuesten statistischen Daten, die mir zur Verfügung stehen 301.500, d. h. 78 Percent aller Handwerker sind Juden. Sie erinnern sich, bezüglich der Bevölkerung machen sie 00 Percent au«. Während wir also beim Kleinhandel gesehen haben, dass die Juden weniger betheiligt sind, sind sie am Hand-

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