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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1900-01-01 · 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900 · p. Seite 228

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
Date
1900-01-01
Page
Seite 228 (sequence 228)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— — Del. Dr. Menczel: Ich bin gegen die Vorschläge Jasinows k i s. Uebersehen Sie nicht, dass gerade dieser Punkt der Tagesordnung in der grossen Masse der Bevölkerung mit Enthusiasmus begrüsst wird. Wir können aber eine Specialdebatte nicht führen. Die einzelnen Punkte müssen erst definiert und specialisiert werden. Aber eine allgemeine, sachliche Discussion, die eine bis eineinhalb Stunden dauern würde, halte ich für angezeigt, damit wir orientiert werden, wie wir uns in dieser Richtung weiter zu verhalten haben. Präs. Dr. Kerzl: Ich mache darauf aufmerksam, dass es nicht angeht, über einen Punkt der Tagesordnung, der vom grossen Actions- Comite beschlossen wird und den wir hier vorbringen, einfach zur Tagesordnung überzugehen, ich halte das für unmöglich. Sie müssen nach meiner Ansicht zunächst in die Discussion eintreten. Ich glaube, dass diese unter allen Umständen fruchtbar sein wird, weil wenn unsere Vereine nur wissen, dass der Congress diese Hauptpunkte, die ich aufgezählt habe, als solche hält, die in unserem Programme Platz haben müssen, dies die Vorbereitung des jüdischen Volkes für dessen spätere Entwicklung bildet. Hören Sie, was einige dazu zu sagen haben. Wenn Sie glauben, dass das vorliegende Material noch nicht genügend ist, so werden Sie vielleicht concludieren, wie dies bereits in früheren Fällen geschehen ist, eine Arbeits - Commission einzusetzen, die bis zum nächsten Congr<?sse etwas Fertiges vorlegen wird. Auf diese Weise ist die jüdische Colonialbank zustande gekommen. Zuerst wurde über die Notwendigkeit, Bedürfnisse und Möglichkeit gesprochen, dann haben wir eine Arbeits-Commission eingesetzt und zum nächsten Congresse ist etwas Fertiges vorgelegen. Dies würde sich vielleicht auch hier empfehlen. Dies ist eine Sache, bei der alle einzelnen Vereine das Jahr über sehr thätig sein können. Del. Dr. Jasinowski: Nach meiner Ansicht sind die Beschlüsse des grossen Aetions-Comites in dieser Hinsicht nicht bindend. Der Congress ist immer souverän. Vors. Dr. Herzl: Gewiss, der Congress kann immer entscheiden, dass er über eine Sache nicht sprechen will. Ich werde daher den Antrag des Herrn Jasinowski zur Abstimmung bringen. Diejenigen, welche dafür sind, dass wir über die Vorschläge zur volkswirtschaftlichen Lage der Juden nicht sprechen sollen, wollen die Hand erheben. Del Temkin gibt die russische Uebersetzung. Del. Cowen gibt die englische Uebersetzung. (Die Abstimmung erfolgt.) Vors. Dr. Herzl: Der Uebergang zur Tagesordnung ist abgelehnt und ertheile ich dem Herrn Delegierten Dr. Katzenelsohn das Wort. Del. Dr. Katzenelsohn: Meine Damen und Herren! Die alten Römer haben alle ihre Bedürfnisse in zwei Worte zusammengefasst und diese lauteten: Panem et circenses „Brot und Spiel'*. Darin erschöpften sich alle ihre Wünsche. Meine Freunde, diesen Ruf müssen wir etwas ändern. Spiele, die brauchen wir nicht. Seitdem wir unsere Harfen auf die Bäume Babels aufgehängt haben, spielen wir überhaupt nicht mehr. Das Leben ist uns zu ernst geworden, als dass wir uns mit Spielen beschäftigen sollen: Panem „Brot", ja, das ist dasjenige, was wir brauchen und das ist dasjenige, was wir uns seit 2000 Jahren ersehnen. Statt Spiel möchte ich allerdings ein anderes Wort setzen und das ist

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