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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1900-01-01 · 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900 · p. Seite 226

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
Date
1900-01-01
Page
Seite 226 (sequence 226)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— CJ-2C> — bestehen, im Interesse der gesammten Arbeit zurückstellen wollen, dass wir das Vereinigende suchen, und dass sie nur darum gegen das Hereinziehen dieses Wortes sind, weil sie befürchten, dass dadurch Missverständnisse über die nationale Tendenz der zionistischen Bewegung entstehen könnten. (Lebhafter Beifall.) Ich constatiere also — und wenn ich unrecht habe, bitte ich zu widersprechen — dass dieser Einspruch nicht den Charakter einer Religionsfeindlichkeit hat, dass nur eine Verwahrung dagegen eingelegt wird, dass irgendeine Nuance des Bekenntnisses sich ausbreiten wolle auf Kosten der anderen, und dass wir nach wie vor dabei steher. bleiben, dass unser Congress alle Schattierungen im religiösen Bekenntnisse innerhalb des Judenthums umschliesst. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Der Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung hat nur den Zweck, unseren ursprünglichen Standpunkt unverrückt festzuhalten. Diejenigen, die dafür sind, dass wir zur Tagesordnung, zum nächsten Punkte def Tagesordnung übergehen, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Del. Tschlenow, Cowen und Dr. Lewin geben die Uebersetzung ins Russische, Englische und in Jargon. (Die Abstimmung erfolgt.) Präs. Dr. Herzl: Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach Auszählung:) Der Uebergang zur Tagesordnung ist angenommen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Awinowitzki: Ich protestiere dagegen, dassTemkin das Wort ergriffen hat. (Widerspruch und Lärm,) Präs. Dr. Herzl: Wenn Sie den Vorsitzenden nicht reden lassen wollen, werde ich die Sitzung aufheben. Im Sinne des gefassten Beschlusses gehen wir zum nächsten Punkte der Tagesordnung über, das sind Vorschläge zur Hebung der wirtschaftlichen Lage der Juden. Dazu nmss ich zunächst die Mittheilung machen, dass durch ein trauriges Pamilienorreignis der Referent leider verhindert ist, zu referieren. Er hat seine Conclusionen zurückgelassen. Diese Vorschlüge, in denen sein Referat gipfelt, sind in Druck gelegt und wurden den Delegierten mitgetheilt. Ich würde dringend empfehlen, zu diesem Punkte ernst und kurz zu sprechen. Ich lese die Vorschläge vor (liest): Vorschläge zur Hebung der wirtschaftlichen Lage der Juden. 1. Schulung für den wirtschaftlichen Kampf: a) Vorbereitung für den gewählten Beruf, nothwendig geworden durch die Absperrung der öffentlichen Schalen für Juden. b) Schaffung von ßerufs-Genossenschaften und Gewerkschaften. % Fürsorge während der Arbeit und zur Zeit der Arbeitslosigkeit: a) Kranken-. Invaliditäts- und Altersversorgung. b) Arbeitsvermittlung und Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. 3. Massregeln zur wirtschaftlichen Emancipation : a) Ermöglichung von Selbstproduction. (Productiv-Genossenschaften.) b) Erschliessung von Absatzgebieten für diese Production. c) Schaflung von Credit-Genossensehaften, Vorschuss-Cassen, Rohstoff-Genossenschaften und Consum-Vereinen. Diese Anträge sprechen, glaube ich, für sich selbst. Wir werden nur ein gutes Werk des Zionismus thun. eines, welches uns in politischer Beziehung unendlich viel nützen wird, wenn wir dazu helfen, dass sich das jüdische Volk um die Kernpunkte herum, die der Zionismus für dasselbe zu schaffen bemüht war, gruppiert, und unser Congress kann sich in die Geschichte unseres Volkes einzeichnen, wenn

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