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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1900-01-01 · 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900 · p. Seite 223

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
Date
1900-01-01
Page
Seite 223 (sequence 223)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Massen, die Millionenmasse stehe hinter ihnen, sie seien die Führer des Volkes. Darum sage ich: Keine Concessionen! Findet den allgemeinen Boden, wo sieh alle Juden vereinigen können, schliefet alle Elemente aus. die bloss zersetzend auf unsere Organisation wirken können! Wenn die Raubinen als Vertreter des Volkes kommen, so sind sie uns willkommen. Wenn sie aber als Vertreter der Synagoge kommen, so ist das antijüdisch, denn Synagogen gibt es nicht im Judenthuine (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Die Culturfrage soll und wird zum Lebensnerv werden. Wenn wir es nicht auf diesem Congresse durchsetzen, so wird die Zeit kommen, wo es unbedingt der Inhalt des (Kongresses sein wird, sowie die Cultur stets der Inhalt des Lebens gewesen ist. Sie werden solche Dinge aus unserem Congresse nicht ausscheiden können, und wenn sie uns noch so sehr abschrecken. Wir werden vor diesem Worte nicht zurückschrecken. Jeh bitte daher den Autrag, der in der Cultur*Commission schon eingebracht worden ist und der dort bereits ventiliert worden isl, doch anzunehmen, eitte regelmässige culturelle Thiitigkeit einzuleiten. Wenn wir es im Namen des (Kongresses thun, so hat das einen enormen Wen. Wir werden Landesorganisationen zu diesem Zwecke gründen, die je nach den Verhältnissen in jedem Lande arbeiten und an deren Spitze Cömmissionen stehen, die vom Congresse gewählt werden und die verpflichtet sind, über ihre Thiitigkeit (lern Congresse zu berichten. Das ist mein positiver Antrag, den ganz .anzunehmen ich bitte. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Dr. Awinowitzky. Geehrte Versammlung! Da ich nur fünf Minuten Zeit habe, werde ich mir erlauben, in jener Sprache zu sprechen, in welcher ich sonst zu sprechen gewohnt bin. (Fährt im Jargon fort.) Nach einigen Minuten : Vors. Dr. Herzl: Herr A w i n o w i t z k y, Ihre Zeit ist um. (Widerspruch.) Del. Awinowitzky: Meine Herren, ich schliesse. Die ganze Erfahrung während der verflossenen drei Jahre hat uns gezeigt, dass wir arbeiten können und arbeiten müssen und arbeiten werden, aber nicht von diesem Punkte aus. Von diesem wird Zwiespalt kommen. Ich bestehe darauf als politischer Agitator, und deshalb bin ich gegen den Antrag W e i t z m a n n. (Beifall.) ich könnte höchstens für den Antrag des Herrn Dr. Kahn sein, wo gesagt ist, „religiös und culturell", ich weiss aber nicht, ob unser Präsidium dafür sein wird. Ich weiss nicht, ob es politisch ist. überhaupt hier über Pieligion zu sprechen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Vors. Dr. Herzl: Die Hednerliste ist jetzt vollkommen geschlossen. Ich geben nunmehr dem Herrn Dr. Kahn zu1, Verlesung der Resolution das Wort. Del. Dr. Kahn: Hoher Congress! Ich muss zur Klarstellung des ■ Sachverhaltes noch einiges sagen. Dies»» Resolution ergibt sich bei mir als im Resultate aller derjenigen Meinungen, die ich von verschiedenen Parteirichtungen gehört habe und ich ersuche den Congress, darüber abzustimmen. Wir werden eben sehen, ob das in der Mehrheit als richtig angenommen wird oder nicht: „Unter gleicher Achtung jeder Ueberzeugungsrichtung und ohne ein bestimmtes festes Programm für die verschiedenen Länder der Diaspora aufzustellen, macht es der Coijgress jedem Zionisten und den Zionistenvereinen zur Pflicht, an der geistigen Hebung des jüdischen Volkes in religiöser, sittlicher und nationaler Beziehung zu arbeiten. Er erachtet es für wünschenswert, dass zur leichteren Erreichung dieses Zieles zweckentsprechende Landes- Organisationen geschaffen weiden, die dort, wo den Juden der Zutritt

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