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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1900-01-01 · 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900 · p. Seite 209

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
Date
1900-01-01
Page
Seite 209 (sequence 209)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476262--1281-3477417
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— 2G9 — anderen national-jüdischen Schulen in Palästina! Unterstützt die Chazanowitsch'sche Nationalbibliothek in Jerusalem (Lebhafter Heifall und Händeklatschen) helft, dass diese Grossthat eines Einzelnen in jüdischer Erde wurzle! Ich empfehle Ihnen auch die ganze Reihe von Desiderien, die von der Jekaterinos lawe r Versammlung aufgestellt worden ist. Austausch von Referaten, Veranstaltung von Kinder ab enden, Organisation historischer Vorträge. Meine diesbezügliche Vorlage lautet: Freie Vereinigungen, wissenschaftliche Kränzchen, die sich aus innerem Drang und Lernbegierde zusammenfinden, müssen nach Kräften gefördert werden. Von besonderer Wichtigkeit ist nach meinem Ermessen die Veranstaltung von gesetzlich befugten jüdischen Lehrer- Versammlungen. Die jüdische Schule ist für mich der wichtigste Factor, der würdigste Gegenstand geistiger Hebung. Je mehr die Achtung vor der Schule, vor der Berufsthätigkeit des Lehrers schwindet, um so mehr sinkt leider sein Ansehen und sein Einfluss in der Gemeinde. In den Händen unserer Lehrer liegt zum grossen Theile die Zukunft unseres Volkes. Damit sie aber ganz ihrem Berufe leben, demselben mit voller Seele sich widmen können, sind sie materiell so zu stellen, dass sie ohne Sorge für sich und ihre Familie in die Zukunft schauen können. Die Arbeit eines Lehrers erfordert eine viel gründlichere Vorbereitung und auf seinem Berufe lastet eine weit grössere Verantwortlichkeit, a's auf dem irgend eines anderen nationalen Arbeiters. Der Zionismus achtet den Lehrerberuf höher als manchen andern, von wo aus man gewohnt ist, mit verachtungsvollem Lächeln auf denselben herabzublicken. Er fordert daher für den Lehrer nicht nur eine bessere, anständigere Besoldung, sondern überhaupt eine Stellung in der Gemeinde, die seinem Berufe angemessen und würdig ist. Das Gemeinsame meiner diesbezüglichen Ausführungen fasse ich in die Resolution zusammen: „Der Congress erklärt, dass die Arbeit zur geistigen Hebung der Juden in der Theorie und im Princip ein integrierender Theil und eine conditio sine qua n o n des Zionismus ist (Lebhafter Beifall und Händeklatschen); in der Praxis ist diese Arbeit allgemein obligatorisch, nur in der Einzelausführung ist die Execution nach Ländern, Staatsgesetzen und Ortsverhältnissen gegliedert und in dieser Richtung beantrage ich die Annahme der Jekaterinoslawer Anträge mit Berücksichtigung der vorhin angedeuteten Amendements." Nur skizzenhaft habe ich das Bild unserer geistigen Verhältnisse im Osten gezeichnet. Es ist keine Idylle. Es gährt und wogt, die Dämmerung beginnt sich zu lichten. Aber die Morgenröthe wird noch vom breitem Nebelwust verzögert, der Tag ist 14

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