Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 184 (sequence 184)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3476254-3476262--1256-3477392- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— IS* — sonst die grösste Freiheit lässt. So werden wir es mit dem Actions-Comite machen, und wenn Sie nicht in jedem Lande bloss ein Landes-Comite nahen, das für die Hewegung in seinem Lande gegenüber dem Actions- Comite verantwortlich ist, so lassen wir die Anarchie hereinbrechen und führen nicht. Die Federation ist für uns in erster Linie eine Sache der Ordnung und der Disciplin. Del. (Vianiloff (spricht im Jargon.)*) Del. Lennox-Loewe: Meine Damen und Herren! Ich bin einer derjenigen, welche zu Hasel im Organisations-Aussehusse sassen. Wir haben diesen Punkt damals eingehend durchberatheu und besprochen, dass die Zeit noch nicht gekommen ist, um alle .luden zu zwingen, eine Menge (ield. wie es ein Landes-Comite oder Federation verlangt, zu bezahlen. In manchen Ländern verlangt die Federation 0 Sehekel pro Jahr, »in anderen Ländern. 12. und das Landes-Comite kann verlangen, so viel es will. Wien, das Actions-Comite, also diejenigen Leute, weiche arbeiten, verlangen nur einen Sehekel. Fin armer Mann kann wohl 1 Schekel bezahlen, aber nicht *> oder s oder Fi, wie dies von der Federation verlangt wird« (Lebhafter Heifall und Händeklatschen.) Wir haben, icli bitte in unserem Statute nachzusehen, ausdrücklich gesagt, für gewöhnlich wird ein Landes-Comite bestehen. In besonderen Fällen können aber mehrere Comites bestehen. Die amerikanische, die englische und die .canadische Federation wollen eine Organisation haben und doch sind sie die ersten, welche die Organisation, welche wir gemacht haben, ändern. Wir sagen ausdrücklich, wenn es nothwendig ist, können wir es anders machen. Warum soll Wien wvgen der Landesorganisation in England, Amerika und Canada leiden? Ich habe selbst eine Federation gegründet. Es war nicht schwer, denn es stellten sich wackere Männer an die Spitze und wir haben keinen Zwang haben wollen. Die Leute sind zu uns gekommen. Herr Co wen hat Ihnen gesagt, wir sollen dem englischen Heispiele mit Australien folgen. Meine Herren! Vergessen Sie aber nicht, dass England nicht zu den englischen Colonien gekommen ist und gesagt hat, die australischen Städte müssen sich vereinigen. Sie haben gesagt, wenn sie eine Föderation machen wollen, so sind sie gerne bereit, ihnen zu helfen. Warum müssen die Hussen, die Rumänen und die anderen Länder kommen? Sie zwingen diese Leute. Da ist etwas nicht koscher. Ich sage nicht, dass etwas schlecht ist, ich meine, dass die Leute, welche an der Spitze aller dieser Länder stehen, nicht genug Macht und nicht genug Kraft haben, alle Juden in die Vereinigung hereinzubringen. Sie dürfen, meine Herreu, keinen Zwang ausüben und müssen dem armen Mann mit seinem einzigen Schekel gerade so viel Recht geben als dem Reichen mit seinen bi) Pfund. (Setzt englisch fort.) Del. Cowen: That is a lie. Vors. Dr. Herzl: Ich bitte, Mr. Cowen, nehmen Sie dieses Wort sofort zurück. *) Er führt aus, zwar kein Redner zu sein, aber ein Mensch aus dem Volke und das Volk zahle die Schekel. Er bittet, den Zionisten die Freiheit zu geben und ihnen nicht die Hände zu binden. Hunderte und tausende der besten Zionisten aus dem Volke von Rumänien und Oalizien würden dem- Zionismus abwendig gemacht. Es ist besser weniger gesprochen und mehr verstanden. Redner spreche mit dem Herzen, weil der Zionismus ihnen allen sehr theuer sei und am Herzen liege. Sehr viele Menschen seien durch den Zionismus ruiniert worden. Warum wollen Sie uns an die Federation ketten? Was haben Sie in Amerika für uns gethan? Mono Shares seien in Amerika verkaufe worden, aber nicht von der Federation.