Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 182 (sequence 182)
- Language
- German, English, Hebrew
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Del. Maniloff (englisch): Die Gesellschaften wollen ganz fresse in und den Schekel direct nach Wien zahlen. Sie werden nie damit einverstanden sein, denselben an die Föderation /Ableisten. Ich schäme mich hier, dass die Vereinigten Staaten*" nur ^noo Schekolim gezahlt haben, sie sollen -joo.ono zahlen und New-York 50.000. Die Föderation hat viei gearbeitet mit fish. Ich hoffe, dass Sie alle dafür sind, dass die amerikanischen Zionisten freie Wahl haben, wohin sie die Schekolim zahlen wollen. Del. Dr. Freudenberg spricht russisch. Del. Dr. Tschlenow (übersetzt): Herr Dr. F r e u d e n b e r g fragt, ob der Antrag, den Prof. G o 11 h e i l stellt, eine solche Organisation für alle Länder bezwecke oder nur für Amerika. In letzterem Falle habe der Congross nichts damit zu thun, da dies eine Landesfrage sei. (Widerspruch.) Del. Prof. Gottheil: loh hoffe, dass wir diesen Gegenstand in vollständiger Ruhe erledigen können. Wir haben einen Antrag" im Namen der amerikanischen Föderation gestellt, der auch eingebracht wurde im Namen der englischen, cauadischen und südafrikanischen Föderation, also im Namen aller englisch sprechenden Föderationen. Es ist nicht ein Antrag von De Sola oder von mir persönlich. Es wundert mich sehr, dass Herr Schur gegen diesen Antrag gesprochen hat, da er im Council der amerikanischen Föderation einen Sitz hat und ich stellte ja den Antrag im Namen der ganzen Föderation. Ich verstehe also seine Stellung nicht. Wir haben gar nicht beabsichtigt, irgendwelchen Zwang auf die Entwicklung der Gesellschaften zu üben. Das stand uns. ganze ferne; denn wir wissen, dass man in den verschiedenen Theilen der Vereinigten Staaten ganz anders zu Werke gehen muss. Wir müssen unbedingte Freiheit haben, aber wir brauchen eine Centralisation i Beifall), es handelt sich hier nur um Centralisation, Die Föderation mischt sich nie und nimmer in die Angelegenheiten der einzelnen Gesellschaften und nur um einen Mittelpunkt zu schaffen — jede Bewegung muss einen Mittelpunkt haben — haben wir diesen Antrag gestellt. Wir stehen mit diesem Antrage vollständig im Einklänge mit unseren Statuten. Diese fordern Landes - Comites. In den englisch sprechenden Ländern nennen wir ein Landes-Comite eine Föderation und wir wollen nur, dass diese Federations von der Centrale in Wien anerkannt werden. Wir haben den ganzen Tag über Organisation gesprochen. Was wir Juden brauchen, ist Organisation, diese ist in allen Ecken der Judenheit das Notwendigste und e:.ner der Hauptzwecke des Zionismusist eben, eine Organisation herzustellen. Die Föderationen, die das in den englisch sprechenden Ländern versucht haben, verlangen nun, dass der Congress ihre Hand stärke in dieser Organisation. Wir wollen absolut niemanden zwingen und unser Antrag bezieht sich nur auf die- Federations in den englisch sprechenden Ländern. (Beifall.) Del. Temkin (spricht russisch): Wir erstaunen, dass Herr Schur und Herr M a n i 1 o w so über Föderationen sprechen und dass sie die Freiheit wollen. Unter dem Namen Föderation verstehen wir einen richtigen Verein, und wenn ihnen etwas nicht gefällt, so haben sie das Hecht, in den Verein zu treten und alles zu ändern, was sie für notwendig und richtig halten. Ich denke, wenn die Vereine richtige sind, so muss man alles inachen, was die Statuten vorschreiben, wenn aber die Vereine gegen die Statuten gehen, so muss man die Vereine ändern.