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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1900-01-01 · 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900 · p. Seite 169

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
Date
1900-01-01
Page
Seite 169 (sequence 169)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— lf»<) — viele hundert Mark, welche viel besser für die Agitation im eigenen Lande verwendet werden könnten. Ich möchte aber auf der anderen Seite nicht, dass wir eine jahrliche Zusammenkunft ausseracht Hessen. Ich bin doch der Meinung, dass, wenn Deputierte der einzelnen Lander zusammenkommen, dies ein wichtiges Einflussmittel darstellt. Daher möchte ich mir folgenden Vorschlag erlauben : Der Congress wird von jetzt ab alle zwei Jahre abgehalten, aber die Centrai-Comites aller Länder deputieren jahrlich eine Anzahl von Personen zu einer Versammlung, welche in Wien oder sonstwo das Actions-Comite bestimmen müsste. Dann werden wir den Zusammenhang der Länder aufrechterhalten, wir sind in persönlicher Fühlung mit dem Actions-Comite geblieben und haben doch nicht die colossalen Kosten aufgewendet, die der Congress mit sich bringt. Ich bitte dies in Erwägung zu ziehen und meinen Vorschlag anzunehmen. Ich glaube, dass wir dadurch auch imstande sein werden, in jenen Jahren,, wo kein Congress stattfindet, eine Delegiertenversammlung mit grosser Wirkung abzuhalten. Ich hoffe, dass mein Vorschlag ihren Beifall findet. Andererseits möchte ich mich aber dagegen aussprechen, dass der Congress stets wandere, wie Dr. B o d e n h e i m e r vorschlägt. Wenn wir eine Art Wander-Congress werden, wie wissenschaftliche Congresse, dann verlieren wir an Ständigkeit, und diese Ständigkeit ist für uns Juden, die wir iluctuierend sind, etwas Wichtiges. Wenn man uns in London oder Basel ständig sieht, ist es besser, als wenn wir uns heute in der Schweiz, morgen in Schottland, dann wieder in Italien versammeln. Die feste Bezeichnung der Ständigkeit der Idee geüt verloren. Ich möchte also bitten, diesen Antrag, den ich gestellt habe, einzunehmen, dass wir nur alle zwei Jahre einen Congress abhalten, dass jedes zweite Jahr eine Landes-Versammlung stattlinde, und dass wir den Congress in einer bestimmten Stadt oder abwechselnd zwischen der Schweiz und England abhalten. (Beifall.) Präs. Dr. Herzl: Ich bitte alle Anträge dem Sehrifttührer schriftlich zu übergeben. Del. Dr. Schur: Ich möchte Ihnen einige praktische Vorschläge machen. Es lässt sich nicht ohneweiters bestimmen, dass absolut und ohne Ausnahme jedes Mitglied eines zionistischen Vereines den Schekel zahlen muss, wenigstens nicht für die östlichen Juden. Denn dort ist das Elend so gross und herzzerreissend, dass es viele Mitglieder gibt, die den Schekel nicht auftreiben können. Ich glaube, dass wir dasselbe erreichen, weun folgender Antrag angenommen wird : „Der IV. Zionisten- Congress möge beschliessen, dass jede Ortsgruppe als solche dafür verantwortlich ist, dass mindestens so viel Schekel an die Landsmannschaft abgeführt werden, als die Ortsgruppe Mitglieder zählt." Andererseits könnten die Ortsgruppen die Aermsten der Armen — unsere Bewegung steckt so tief im Volke, dass wir dem Aermsten Gelegenheit geben sollen, Zionist zu sein — von der Zahlung dispensieren, wogegen die anderen mehr Schekel zu zahlen hätten. Ieh bemerke noch, dass dieses Jahr 96.434 Schekel eingegangen sind, während wir vorhin gehört haben, dass es in Russland aliein 100.000 Zionisten gibt und in der ganzen jüdischen Welt 1300.000. Wenn Sie meinen Antrag annehmen, so wird sich die Sache factisch so gestalten, dass es jede Ortsgruppe als ihre Sache betrachten wird, eine solche Summe abzuführen, weiche demselben Factor ent-

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