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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1900-01-01 · 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900 · p. Seite 168

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
Date
1900-01-01
Page
Seite 168 (sequence 168)
Language
German, English, Hebrew
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— 168 — Congresses vor das Plenum desselben zu treten haben, um dasselbe entscheiden zu lassen, wer von den Gewählten Delegierter ist und wer nicht. Dadurch würde jede Collision vermieden und es würde von dem Plenum des Congresses ein für allemale entschieden sein, wer von den Herren, welche hier anwesend sind, das Recht hat zu sprechen und abzustimmen und wer nicht. Ich werde mir nun vorzulesen erlauben, wie wir uns dieses Amendement denken. Nach Cap. <i solle ein neues Cap. 7 eingereiht werden, das heutige Cap. 7 soll dann natürlich Cap. S heissen. Dieses neue Cap. 7 hätte zu lauten (Liest): „Der Congress wählt aus seiner Mitte einen permanenten Ausschuss von vier Mitgliedern und zwei Stellvertretern : diesem Ausschusse gehört der jeweilige Congress-Secretär an. An einem zu vereinbarenden Tage und Orte vor dem Congresse, hat das Actions-Comite den Ausschuss-Mitgliedern sämmtliche Mandate zur Prüfung vorzulegen. Auf Grund des von diesem Ausschusse, und zwar vor der ersten vom Congresse zu vollziehenden Wahl gemachten Berichtes, fällt der Congress ohne Debatte die Entscheidimg. Das Actions-Comite" hat dafür Sorge zu tragen, dass Personen, gegen deren Wahl Proteste eingelaufen sind, insolange keinen Sitz im Congresse erhalten, als deren Mandate als angefochten gilt. (Beifall.) Del. Dr. Friedemann: Meine Damen und Herren! Ich möchte ganz kurz zu dem Antrage B o d e n h e i in e r sprechen, den Congress nur alle zwei Jahre tagen zu lassen. Ich bin ganz der Meinung des Doctor B o d e n h e i m e r und möchte dies kurz begründen. Herr Dr. Bodenheimer hat diesen Antrag gestellt, einmal deswegen, weil der Congress thatsächlich in früheren Jahren eine ganz andere Bedeutung gehabt hat, als heute und man dieser verschiedenen Bedeutung Rechnung tragen sollte. In früheren Jahren war der Congress im wesentlichen eine grosse Demonstration nach Aussen. Man hatte bis dahin nicht gesehen, dass die Juden imstande waren, sich zusammenzufinden und von einem einzigen Punkte der Welt aus als Ganzes zu sprechen, dass es möglich sei, dieses über die ganze Erde zerstreute Volk zusammenzufassen. Jetzt liegen die Dinge anders. Wir hatten bisher vier Congresse, und wenn man vielleicht auch gegen unsere Bestrebungen vieles einzuwenden findet, gegen diese Kundgebung, und gegen die Grossartigkeit derselben wird niemand sprechen. Wir haben der ganzen Welt den Beweis geliefert, dass wir den thatsächlichen Willen haben, ein Volk zu sein, und diese ausserordentliche Kundgebung wird ihren Zweck nicht verfehlen. Die öffentliche Meinung wird uns treiben, wohin uns sonst unser Streben nicht geführt hätte. Weil wir aber schon diese Kundgebung geäussert haben, sollten wir nicht durch allzuhäufige Wiederholung den Eindruck abschwächen. Kommen wir alle zwei Jahre zusammen, und nehmen wir alle Kräfte zusammen zu einer grossen imposanten Kundgebung, so werden wir mehr wirken, als wenn wir alle Jahre zu einem Congresse uns zusammenfinden und die Delegierten sich grosse Kosten machen und vielleicht mit der Zeit eine gewisse Abschwäehung des Interesses auch in den Kreisen der noch nicht ganz für uns gewonnenen Zionisten eintritt. Eine Sache, die grosse Wirkung haben soll, hat nur dann Wirkung, wenn sie nicht zu häufig auftritt, darum sollen wir mit unseren Kundgebungen etwas sparsamer umgehen. Der Congress verlangt von den Delegierten erhebliche Aufwendung von Zeit, Mühe und Geld, und diese Kosten sind nicht unerheblich, besonders für diejenigen, die aus dem Osten kommen. Wenn ein russischer oder rumänischer Delegierter hierher fährt, kostet es ihn

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