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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1900-01-01 · 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900 · p. Seite 46

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
Date
1900-01-01
Page
Seite 46 (sequence 46)
Language
German, English, Hebrew
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— 4« — zusammenzusetzen, sie dürfen keine Ehrenstellen in Banken. Börsen und Actiengesellschaften einnehmen, sie, welche den grössten Theil des Handel* in ihrer Hand haben, dürfen weder in die Handelskammer gewählt werden, noch selbst Wähler sein. Mau verwehrt ihnen die Wandergewerbe, wie .den Handel mit den Staats- Monopolen, und hat sie vom Lieferanten- und Unternehmergewerbe ausgeschlossen. Staat und alle Geselischaftsclassen sind eitrig daran, immer neue Mittel und Wege zu linden, neue Einschränkungen zu schaffen, um dem Juden jeglichen Beruf abzuschneiden — und wenn einer es wagt, in Wort oder Schritt gegen diesen unerhörten Stand der Dinge zu protestieren, so setzt der Staat ihn einfach auf administrativem Wege an die Grenze, weist ihn aus, trotzdem er weiss, dass alle anderen Staaten nicht verpflichtet sind, ihn aufzunehmen. * Und bei diesem schauerlichen Stande der Dinge wagt ein rumänischer Gommeiüator der Fremdengest tze, Boereseo mit Namen, diese zu vertheidigen, und wir können es uns nicht versagen, seine Schlussworte ihnen vorzulesen, die am besten den Geisteszustand und die moralische Höhe der Machthaber in Kumänien beweisen. Er schreibt: „Kumänien bewahrt so die alten Traditionen der Gastfreundschaft gegenüber den Fremden, bestätigt sie heute durch eine fortschreitende liberale Gesetzgebung. Würdige Nacheiferin seiner lateinischen Schwestern des Westens, Frankreichs und Italiens, seiner glänzenden Vorbilder, besonders auf dem Gebiete des Rechtes, arbeitet R u m ä n i e n u n a u f h ö r 1 i c h a n d e m Fortschritte der Ideen der Gleichheit und Gerechtigkeit, den Hauptmerkmalen des grossen und edlen Geistes der lateinischen Rasse, welches Erbe Roms es sich zur Ehre anrechnet, in jenem Lande des Ostens glänzen zu lassen." (Pfui-Rufe.) Aller Rechte entkleidet, von steigendem Ilasse umgeben, der Möglichkeit, selbst das trockene Brot zu verdienen, beraubt, kam der rumänische Jude zur natürlichen Schlussfolgerung seines Zustandes: Flucht aus diesem Lande, Flucht vor seinen wahnwitzigen Bewohnern! Sobald sie aber begannen, ihr Elend durch die Strassen Europas und Amerikas zu schleppen, ihre Wundmaie öffentlich zu zeigen und die ganze gesittete Welt zu Zeugen ihrer Qualen anzurufen, da schrieen die Rumänen über den schlechten Patriotin-. mus dieser zertretenen armen Menschen. Während man nicht aufhörte, den blinden Judenhass, die Judenverfolgung, die Judenausschliessung im grossen zu betreiben, wünschte man, dass die Behandlung dieser „Fremden'4 nicht zu den Ohren der civilisierten Menschheit gelange. Daher kommt es, dass in den antisemischen Blättern auf der einen Seite, wie gewöhnlich, der Knüttel geschwungen

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