Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 36 (sequence 36)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ende müssen die Xi<»nisten Englands — weil sie in England wohnen und es kunnen, — den hervorragendsten Antheil nehmen. Und sie werden es thun, wenn sie von dem grossen und edlen Zweck begeistert sind, sich wohl bewusst, dass sie Hand und Herz dem edlen und grossen Werke gewidmet. (Lebhafter Beifall u n d 111 i n d e k 1 a t s c h e n.) Vors. Dr. Gaster: Meine Damen und Herren! Die eben gehörte Rede des Herrn G r e enberg wird sieh bald gedruckt in Ihren Händen befinden. Es wäre also überflüssig, wenn einer von uns es jetzt versuchen wollte, sie in vielleicht verstümmelter Weise zu übersetzen. Heii' Dr. Menezel wird uns jetzt die Hinlaufe, die von allen Seiten der Welt eingetroffen sind, verlesen. Del. Dr. fotöncsel: Ks «ind folgende, 'iVb\grammo eingelaufen. {»Sieh»» Nachtrag*) VicejU'üs. Dr. Gaster: Nunmehr hat Dr. Alexander Marmorek das Wort zum Keferate „über die Lüge (Um* .Juden in Ii um Union**. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) lief. Dr. AI. Niarmorek. Meine Da in e n und l i e r r o n! Es isl mir die schmerzliche und schwierige Aufgabe zutheil geworden, Ihnen einen Bericht über die Lage unserer rumänischen Brüder zu erstatten. Wir wollen auf dieser unserer Tribüne uns nicht in leeren Protesten und Klagen ergehen. Unsere Klagen können die Schuldigen nicht trellen und unsere Proteste ihre Handlungsweise nicht ändern. Wir wollen unseren tiefen Schmerz zurückdrängen und ruhigen Sinnes, objectiv, sowohl den Ursachen der Katastrophe nachforschen, die seit den Zeiten des spanischen Dramas in der an Leiden so reichen Hesehichte des Volkes kaum ihresgleichen sah, als auch Ihnen die traurige Gegenwart schildern. Wohl sagten .Männer, welche sich nicht gewerbmässig mit jüdischen Angelegenheiten befassen, voraus, dass da unten im Osten ein Vulcari dem Ausbruche nahe sei, aber die grauenharte Wahrheit, deren Zeuge mit uns die ganze Welt isL übersteigt die schrecklichsten Befürchtungen. Mit den Wogen der armen Auswanderer wälzt sich von neuem das jüdische Elend über die ganze Erde, rüttelt aus ihrem kindischen Schlafe die westlichen Juden auf, und schlingt gegen ihren Willen das Band der nationalen Einigkeit fester, das sie keck zu leugnen sich bestreben. Der Zionismus hat nicht die Stunde der Trauer abgewartet, um sein Augenmerk diesen Unglücklichsten zuzuwenden, aber da nun diese Stunde gekommen, verdoppelt er seine Kräfte, verzehnfacht seine Mühen, wiederholt aber auch den warnenden Huf nach Einigkeit unter den zerstreuten Söhnen unseres Volkes, nach gemeinsamer Hille, nach brüderlichem Zusammensteilen, um das jetzige Leid zu mildern und dem künftigen, das leider kommen wird, gerüstet gegenüberzustehen. .Ie tiefer aber die Vertreter des