Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 28)
- Language
- German, English, Hebrew
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— England sind, und ich möchte last „Gott sei DankMiierfür sagen, Wenn wir uns die Kraue vorleben; Welche Classc Juden hat zu dieser Keindseligkeit Veranlassung gegeben? so ist die Antwort: Nicht der gesetztreue Jude, ungeachtet der nothwendigen gesellschaftlichen Geschiedenheit, welche ihm durch die Speisegesetze und das .Verbot der Mischheiraten auferlegt sind: der gesetztreue Jude wird hochgeachtet. Nicht der sogenannte neumodische Jude, der sich über die Beobachtung der jüdischen Gesetze hinaussetzt; denn die Christen betrachten die aufrichtige Ueberzeugung eines Menschen als zwischen ihm und Gott gehörig, und er wundert sich nicht, unter den Juden dieselben religiösen Schattierung i als unter den Christen zu linden! Noch werden diese Angl, e gegen die gerichtet, welche sich durch ihre äussere Scha, durch ihre Unmanieren, durch die Untugenden des Emporkömmlings auszeichnen, und welche durch ihre Diamanten und ihre Unwissenheit sich mit unschicklicher Aufdringlichkeit ihren Nebenmenschen unangenehm machen. Schliesslich ist diese Gasse Juden blosser Rohstoff, welcher sich im Zustande der Kabrication befindet, und Rohstoff ist selten schön oder angenehm anzuschauen. Dieser Jude wird geduldet; denn die Erfahrung hat gelehrt, dass dieser Jude unter seinem schroffen Aeussern oft ein Herz birgt, welches den Leiden seines geringeren Bruders kein taubes Ohr zuwendet und dass sein Name oft an der Spitze der Sammlungen für wohlthätige Zwecke figuriert. Der Sohn eines solchen Juden — wer wollte es vorhersagen — mag vielleicht eines Tages ein guter Zionist werden. Auch ist der Jude seines Reichthums wegen nicht verschrien. Die Namen Rothschild, Mocatta, Cohen, Montetiore sind Namen, die sich ausserhalb der Judenschaft einer ebenso grossen Hochachtung erfreuen, als innerhalb der jüdischen Kreise. Nein, die Angriffe, welche überhaupt gemacht worden sind, waren gegen diejenigen gerichtet, von denen es heisst: ,.Und Jeschurun wurde fett und schlug aus'*, gegen diejenigen Juden, welche durch ihr niederträchtiges Drahtziehen der Märkte, welche durch den Missbrauch der Gelegenheiten an der Börse sich bereichert, welche Zeitungen gegründet, vermittelst welcher sie Räubersold erpressen, welche durch diese und ähnliche Schändlichkeiten ein grosses Vermögen erworben, welche sich durch Wucher oder Gewinn, welchen sie dem feilen Laster erpresst, bereichert haben, welche kraft ihres in dieser Weise erworbenen Gewinnes und den elendesten Kriechereien bis zum Gipfel der gesellschaftlichen Höhe sich emporgeschlichen, so dass sie ihre Stellung benützen können, ihr trauriges Ziel der Ausbeutung Anderer so weit als möglich zu verfolgen. Gegen diese Juden, welche in der besagten Weise emporgestiegen, ihr Volk verachten, das Volk, welches bedauert, dass dergleichen Auswurf den Nr.men „Jude" trägt, in deren