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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1900-01-01 · 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900 · p. Seite 12

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
Date
1900-01-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German, English, Hebrew
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unsere Litern ehren, unsere Frauen und Kinder liehen und pflegen?4* (Lebhafter Beifall und HandeklalM-heii.i Vor 170 Jahren maclue der Anblick oer unglücklichen Wanderer ohne Prot und Heini aul' die Augenzeugen einen so {.eleu Eindruck, dass er noch nach einem Ah-nschcnalter in den Nerven der Zeitgenossen nachbeble und in die Kindheit Goethes i im iuklaug. der davon die Anregung zu .. Hermann und Dorothea* "inpüng. Und doch war der Auszug der Saizbur-i^eheu prol.-.-tauten eine harmlose Idylle neben nein Auszüge der .luden aus Humänien. Die Salzhurger l'rotestauteii. dir zwischen 17-*'» und ]7:>1 itas furrhthare Geschick der Verjagum: aus der Heimat traf, waren :i0.000 an der Zahl. In Humämen handelt es sieh um :!70.000 Juden, von denen ts.000 -i'o.ooo schon über die Grenze gezogen sind, uher oO.ooo. naeli anderen hoffentlich üherlrieheneu Schätzungen 100.0UO, sich zum Aui'hrm he rüsb n und alle übrigen, mit Ausnahme weniger tausend reicher und stumpfer Geldmacher, den Hoden unter den Füssen brennen lühlen. [Lebhafter Hei fall und 1 ländeklatsi'hen.) Die Salzhurgischeu Protestanten mussten allerdings ihie Häuser und Aecker zurücklassen, aber sie führten reichlichen llausrath und Yoirülhe in biMjuemen Zeitwagen mit sich, wo ihre Frauen und Kinder, ihre Givise u id Kranken vom schlimmsten Lugemache der Wanderung verschont blieben, und sie trieben Yiehheerdcii vor sich her. die »mmer noch Wohlstand bedeuteten. Die rumänischen Juden besitzen meist nichts als die paar Lumpen, die sie am Leibe tragen. Die Acrnisteu unter ihnen reisen nicht in Wagen oder zu Schilfe, sondern schleppen sich auf wundgescheuerten Füssen von ein« r Grenze zur andern. Daheim haben sie nichts zurückgelassen als die Gebeine der Väter in den Gräbern, die ihien einzigen Antheil am Hoden ihres Gebuitshindes darstellten. Mitzunehmen hatten sie nichts als ihren Wanderstab und die unerträgliche JJürde ihrer Erinnerungen und lh fürchtungen. (Lebhafter Heifuli und Händeklatschen.) Die Salzb.ugischen Protestanten eituhren unterwegs von ihren GlaubeusgeiK)Ssen und an Vielen Orten auch von Katholiken viel Liebe. Peberall begrüssten die Gemeinden die 1 leranziehenden mit Gloekeugeläule und dein Gesäuge von Kirchenliedein, uberall verpilegle, beschenkte, befreundete mau sie, überall gaben die Prediger ihnen ein gutes Wort zur Erbauung und Herzstäikung mit und begleiteten sie mit den Gläubigen cm Stück Weges. Die rumänischen Juden werden unterwegs mit Glcichgdtigkcih vielfach mit Misstrauen und Scheu, nicht selten mit otlcner FeuuUeligkeit betrachtet, nur ganz ausnahmsweise strecken ihnen Andersgläubige die Hände hilfreich entgegen, und selbst unter ihren Glaubensgenossen finden sich neben Biedermännern, die ihre Hruderpilicht in Treue und vie.- l'ach über ihre Kräfte erfüllen und die datür gesegnet seien bis in ihre fernsten Nachkommen (lebhafter Beifall und Händeklatschen),

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