Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 233 (sequence 233)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 233 — Die Majorität hat beschlossen, ciass Herr Trietseh seine Rede nicht fortsetzen soll. Obmann des Permanenz-Ausschuss York-Steiner: Ich bringe im Nachhange zum Wahlprotokolle zur Kenntnis, dass die deutsche Landsmannschaft erklärt, dass sie ähnlich wie Transvaal zwei Herren, nämlich Moses aus Kattowitz und Dr. Klee aus Bonn nominiert, die das Actions-Comite im Verhinderungsfalle der deutschen Actions-Comitemitglieder zu cooptieren gebeten wird. Dies bedarf keiner Abstimmung. Die Landsmannschaft Galizien ist zu folgendem Entschlüsse gelangt, der dem opfervollen Zurücktreten einiger Herren zu danken ist. Jene Herren, die von ihrer Candidatur zurückgetreten sind, haben gerade durch dieses Opfer bewiesen, dass sie vom ganzen Herzen unserer Sache angehören und keiner äusseren Stellen bedürfen, um das zu beweisen. Diejenigen aber, die sich bereit erklärt haben, das Opfer des Mandates zu bringen, sind folgende : Dr. Rosen heck, Doctor Kornhäuser und Dr. K o r k i s. Vors. Dr. Herzl: Diejenigen, welche damit einverstanden sind, wollen die Hand erheben. (Geschieht. — Gegenprobe.) Angenommen. Berichterstatter York-Steiner: Ferner erklärt das Permanenz-Gomite, dass es bei seiner Nominierung beharrt, sämmtliche fünf Herren des Actions-Gomites, die im vorigen Jahre functioniert haben, wiederzuwählen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Dr. O. Marmorek: Ich bedaure, nicht in der Lage zu sein, die Wahl anzunehmen. (Stürmischer Widerspruch.) Ich schlage Herrn Dr. Wasserinann vor. (Unruhe.) Vors. Dr. Herzl: Ich bitte abzustimmen. Es ist durch verschiedene Vorgänge, auf die wir nicht zurückzukommen haben, eine gewisse Missstimmung hervorgerufen worden. Der Congress wird wissen, was er zu thun hat. Jene, welche für die vorgeschlagene Liste sind, wollen die Hand erheben. (Geschieht. — Gegenprobe.) Ist a n g e n o m m e n. (Stürmischer. Beifall und Händeklatschen.) Es ist en bloc-Annahme der Anträge des Herrn Dr. Tschlenow beantragt worden. Ich spreche mich ganz entschieden dagegen aus, dass ein Antrag, den der grösste Theil des Congresses nicht gehört hat — ich bin Zeuge dafür, denn ich selbst habe ihn nicht gehört — en bloc angenommen werde. Ich werde aber den Antrag auf en bloc-Annahme zur Abstimmung bringen. Diejenigen, weiche dafür sind, dass der Congress in der letzten Viertelstunde einen Antrag, der nicht genügend gehört worden ist, en bloc annehme, wollen die Hand erheben. Del. Cowen (gibt die englische Uebersetzung). Del. Dr. Mandelstamm (gibt die russische Uebersetzung. — Stürmischer Widerspruch. — Andauernder Lärm). Vors. Dr. Herzl: Wenn Sie nicht wollen, dass ich die Sitzung jetzt unterbreche, so sprechen Sie nur immer einer allein. Del. Dr. Freudenberg : Ich will nur sagen, dass es nicht angeht, einen Antrag so zu commentieren, dass man sagt, der Congress habe ihn nicht gehört. Vielleicht haben Sie ihn nicht gehört, wir aber ja. (Lebhafter Beifall.) Del. Dr. Solis-Cohen (spricht englisch). Vors. Dr. Herzl: Herr Dr. Solis-Cohen rügt die Art, wie das Präsidium diesen Antrag zur Verhandlung gestellt hat. Er findet, wie