Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 234 (sequence 234)
- Language
- German, English, Hebrew
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schon Herr Di*. Freudenberg bemerkt hatte, es ganz unzulässig, einen Antrag mit einem solchen Commentar zur Abstimmung zu bringen. (Beifall.) Ich muss übersetzen, was Dr. Solis-Cohen gesagt hat. Er fühlt sieh zu dieser Bemerkung veranlasst, obwohl er den Antrag Tschlenow nicht gehört hat und nicht weiss, was in demselben steht. Ich constatiere also, dass ich im Interesse des Herrn Dr. Solis- Cohen gesprochen habe, damit er nicht über einen Antrag zustimmend oder ablehnend urtheilen müsse, den er nicht gehört hat, keinesfalls in solcher Weise gehört hat, um über ihn schlüssig werden zu können. (Beifall und Widerspruch.) Im übrigen ziehe ich meinen Commentar zurück und bitte, ihn als nicht gehört zu beträchten, da offenbar das Plenum den Antrag gehört hat und nur ich, weil ich wahrscheinlich rückwärts sitze, ihn nicht vernommen habe. (Rufe: Ich habe ihn auch nicht gehört!) Es ist auch gar nicht nothwendig, dass ich den Antrag gehört habe, denn ich werde nicht mitstimmen. Es ist nur nothwendig, dass die Damen und Herren wissen, um was es sich handelt. Es liegt also der Antrag vor, über den Antrag T s c h 1 e[n o w en bloc abzustimmen. Diejenigen, welche dafür sind, dass darüber en bloc abgestimmt werde, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Die en bloc-Ann ahme ist a b g e 1 e h n t. Nun möchte ich Herrn Dr. Tschlenow oder der Commission meine frühere Bitte wiederholen, dass Sie, da Sie doch überzeugt sind, dass wir alles, was in Ihrem Antrage steht und was wir ja auch wollen,, thun werden, gestatten, dass dieser Antrag uns als Resolution übergeben Wierde, die wir möglichst berücksichtigen müssen, zu deren Erfüllung wir aber nicht verpflichtet sind. Wir können nicht etwas 'zu erfüllen auf uns nehmen, was wir eventuell nicht vollkommen durchführen können. Del. Dr. MenczeS: Ich habe an diesen Anträgen mitgearbeitet und kann daher sagen: alle Anträge sind so stilisiert, dass sie sagen, der Congress empfiehlt dem Actions-Comite u. s. w. Folglich ist das ja eine Resolution. Vors. Dr. Herzl: Mir ist aber berichtet worden, dass das verpflichtende Anträge sind. Wir kommen ja aus den Formalitäten nicht heraus. Ist das richtig, was Dr. Men czel gesagt hat? Dann ist ja die Form vollkommen genügend. Del. Dr. Tschlenow : Unter der Voraussetzung, dass diese Resolution ebenso bindend sein wird für das Actions-Comite, wie die gestern in der Banksitzung auf Antrag des Mr. Bentwich gefasste Resolution für die Bankdirectoren, erkläre ich mich einverstanden. Vors. Dr. Herzl: Natürlich, soweit die Kräfte reichen. In der Resolution, die von Herrn Dr. Tschlenow übergeben worden ist im Namen der Commission, sind für die Colonisations-Commission 11 Mitglieder nominiert, und zwar für: England: Gaster, Wolffe, Rosenberg; Oesterreich: Kremenetzky, Korkis; Frankreich: Dr. Alex. Marmorek; Russland: Barbasch, Jasinowsky, Ussischkin, Chissin; Rumänien : Pin e 1 e s (Rufe : und Lindenberg!) und Lindenberg. Del. Dr. I. Marmorek: Ich stelle den Antrag, auch für Deutschland jemanden zu wählen, und zwar Herrn Dr. Bodenheim er. (Lebhafte Zustimmung.) Vors. Dr. Herzl: Ich ersuche also jene, welche die gesammte Liste annehmen, die Hand zu erheben. (Geschieht. — Gegenprobe.) Ist a n g e n o m m e n. Es erübrigt uns noch, die Cültur-Commission zu wählen.