Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 226 (sequence 226)
- Language
- German, English, Hebrew
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Gegenüber dem Vorwurfe des Herrn Dr. Bodenheimer, dass der § 1 nicht erwähnt wurde, dass als Zionisten diejenigen gelten sollen, die zu einer zionistischen Organisation gehören, mache ich darauf aufmerksam, dass wir den Organisationsentwurf der deutschen Zionisten ebenfalls berücksichtigen, und was Herr Dr. Bodenheimer verlangt, ist in den weiteren Paragraphen in anderer Weise ausdrücklich gesagt worden. Vors. Dr. HerzI: Ihre Zeit ist um, concludieren Sie! Del. Dr. Silberstrom: Ich beantrage, meine geehrten Herren, diesen Entwurf wegen der vorgerückten Zeit e n b 1 o c anzunehmen, da wir nicht die Möglichkeit haben, Ihnen alle Gründe auseinanderzusetzen, weswegen wir diesen oder jenen Paragraph so und nicht anders formuliert haben; was aber hier zum Aendern vorgeschlagen wird, geschieht ja bloss ex tempore, ohne vorherige Discussion. Noch eine kleine Bemerkung. Es wird von vielen Seiten gefragt, weshalb der Entwurf verlangt, dass der Congress mindestens einmal in zwei Jahren saüfmdet. Die Mitglieder des Actions-Comites sind ja zu gleicher Zeit Mitglieder des Aufsichtsrathes, und es könnte einmal in unabsehbarer Zeit sich ein Actions-Comite finden, welches, um über die Jüdische Golonialbank nach eigenem Ermessen verfügen zu können, den Congress nicht einberuft und mit der Einberufung des Congresses mehrere Jahre wartet. Ich schliesse mit nochmaligem Ersuchen, diesen Entwurf anzunehmen. Schliesslich ist ja besser eine nicht ganz in allen Theilen zweckmässige Organisation als keine. Vors. Dr. Herz!: Generalredner contra ist Herr Dr. Bodenheimer. Del. Dr. Bodenheimer: Es ist gewiss keine dankbare Aufgabe, nachdem man uns zwei Tage in Aussicht gestellt hat, in fünf Minuten jene Gesichtspunkte zu erörtern, welche gegen die Commissionsvorschläge sprechen. Es ist kaum möglich, die Gegengründe hier nur kurz anzudeuten, geschweige denn genügend zu begründen. Ich bitte deshalb um geneigte Aufmerksamkeit, damit ich mich ganz kurz fassen kann. Es handelt sich nicht um eine Gegnerschaft gegen die Principien, welche in den Statuten zum Ausdrucke gebracht sind. Wir sind überzeugt, dass in den Statuten reiflich erwogen worden ist die Freiheit der einzelnen Landesorganisationen gegenüber dem Actions-Comite, dass reiflich erwogen worden ist eine nützliche und zweckmässige Verbindung durch Vertrauensmänner zwischen den Districtsorganisationen, den Landesorganisationen und dem Actions-Comite. Wir haben aber Bedenken gegen einzelne Punkte, und wir haben, um ein Compromis zu ermöglichen, diese Punkte auf 5 reduciert, die nicht im Einklänge stehen mit dem Vorschlage der Commission. Ich beehre mich, dieselben kurz vorzutragen. Es handelt sich zunächst um eine Bemerkung zu § 1 in der Einleitung. Hier ist in dem Statutenentwurfe einfach gesagt: „Die zionistische Organisation umfasst jene Juden, welche sich mit dem Programm des Zionistencongresses einverstanden erklären und Schekelzahler sind." Uns, d. h. denjenigen, welche gewillt sind, eine straffe Organisation zu schaffen, genügt das nicht. Wir wollen weiterhin, dass jeder Zionist sich einer Landesorganisation anschliesse. Wir wollen