Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 227 (sequence 227)
- Language
- German, English, Hebrew
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nicht eine Truppe von wilden Zionisten, die im Lande zerstreut sind, neben der eigentlichen Landesorganisation, wir wollen eine geschlossene Partei bilden, wir wollen nicht, dsss es zersprengte Theile gebe, die nicht mit uns marschieren. Aus diesem Grunde empfehle ich als Zusatz zu § 1: „welche sich mit dem Programm des Zionistencongresses einverstanden erklären und einer zionistischen Organisation angehören." Ich glaube, die Zweckmässigkeit dieser Bestimmung leuchtet ein, und füge kein Wort hinzu. Im Punkte II „Gliederung" heisst es unter A (liest): „An der Spitze jedes Vereines steht ein vom Vereine gewählter und vom Landes-Comite bestätigter Vorstand." Wir sind der Meinung, dass sich das Landes-Comite nicht damit zu befassen hat, zu erwägen, wer Vorstand einer Ortsgruppe sein soll. Diese soll frei sein in der Wahl des Vorstandes. Dagegen verlangen wir, dass bei der Gründung der Ortsgruppe die Bestätigung der Landesorganisation eingeholt werde, damit wir in der Lage sind, zu beurtheilen, ob diese Ortspruppe sich der zionistischen Gesammtorganisation in einer richtigen Form und. mit dem richtigen Inhalte anreiht. Wir wollen verhindern, dass sich eine Ortsgruppe constituiert, die neben einer zionistischen Ortsgruppe lebt, aber nicht eine solche ist. Deshalb empfehlen wir die Streichung des anderen Passus und wollen eingesetzt haben: „Dieselben bedürfen der Bestätigung durch das Landes-Comite. Gegen die Verweigerung dieser Bestätigung kann der Verein an den Congress appellieren." Vors. Dr. Herz!: Herr Dr. Bodenheim er, die 5 Minuten sind um. Del. Dr. Bodenheimer: Ich werde die 5 Punkte verlesen; ich glaube, das ist meine Aufgabe. Vors. Dr. Herzl: Herr Doctor, concludieren Sie! Del. Dr. Bodenheimer: Ich bitte den Congress zu befragen, ob er mich anhören will. Vors. Dr. Herzl: Herr Dr. Bodenheimer, concludieren Sie, wir haben nur 5 Minuten Sprechzeit. Del. Dr. Bodenheimer: Dann muss ich zu meinem Bedauern er¬ Mären, dass ich nicht in der Lage bin, die wenigen Punkte vorzutragen, und daher auf das Wort verzichte. Vors. Dr. Herzl: Ich würde Ihnen empfehlen, Herr Dr. Bodenheimer, zu bedenken, dass die Zeit sehr vorgeschritten ist und wir baldigst schliessen müssen. Del. Dr. I. Wlarmorek: Als Correferent und als Mitarbeiter des Organisations-Ausschusses erlaube ich mir, Ihnen den Entwurf, der mit so viel Mühe und Arbeit zustande gekommen, zur Annahme zu empfehlen. Dieser Entwurf wurde vom Sub-Comite ausgearbeitet, welchem Vertreter sämmtlicher Länder angehört haben, und in diesem Sub-Comite ist keine einzige Bestimmung festgesetzt worden, die nicht einstimmig angenommen worden wäre. Es wurden, geehrte Versammlung, von verschiedenen Länder verschiedene Wünsche geäussert. Nachdem es sich jedoch bloss um die Schaffung eines Skeletts handeln konnte, dem sich dann die einzelnen Länder möglichst anpassen sollten, war es selbstverständlich, dass in manchen Punkten ein Compromiss geschlossen werden musste. Den Sonderwünschen jedes einzelnen Landes glaubten wir nicht ganz entsprechen zu können, wenn wir den Herren einen W^eltzionismus und keinen Provinzzionismus vorlegen wollten. Ich bin beauftragt, Ihnen ganz kurz die Principien auseinanderzusetzen, auf denen dieser Entwurf beruht, und das ist die Festsetzung 15